Attacke in Wedding

Polizei fehlt Spur zu U-Bahn-Schlägern

Die Schläger vom U-Bahnhof Amrumer Straße sind weiter auf der Flucht. Zwei Tage nach dem brutalen Angriff hat die Polizei keine konkreten Hinweise. Auch die Videos der Überwachungskameras geben nichts her.

Foto: picture-alliance/ dpa / picture-alliance/ dpa/dpa

Nach dem Überfall auf einen 21-Jährigen in Wedding sind die Täter weiter auf der Flucht. Bislang gebe es keine konkreten Hinweise, sagte ein Polizeisprecher am Sonnabend. Der junge Mann war am Donnerstagmorgen auf dem U-Bahnhof Amrumer Straße von drei Räubern angegriffen und verletzt worden. Die Videoaufnahmen aus dem U-Bahnhof wurden laut Polizei von den Fahndern gesichtet. Offenbar konnten aber keine verwertbaren Aufnahmen gesichert werden.

Erst vor wenigen Tagen hatte ein Gewaltexzess auf dem U-Bahnhof Friedrichstraße bundesweit Entsetzen und eine Debatte über den Umgang mit jungen Gewalttätern ausgelöst. Ein 29-Jähriger war durch heftige Tritte gegen den Kopf am Osterwochenende so schwer verletzt worden, dass er das Bewusstsein verlor. Der 18-jährige Täter stellte sich später den Behörden. Auch auf einem U-Bahnhof in Berlin-Lichtenberg war im Februar ein 30-jährigen Mann von Jugendlichen schwer misshandelt worden.

Fünf weiteren mutmaßlichen Schlägern wird seit Freitag vor dem Berliner Landgericht der Prozess gemacht. Die Beschuldigten im Alter von 18 bis 26 Jahren sollen im September 2010 in Tempelhof in einem U-Bahnzug der Linie 6 auf mehrere Fahrgäste eingeschlagen haben. Zwei Opfer erlitten Gehirnerschütterungen Prellungen, einen Nasenbeinbruch und Blutergüsse, beide wurden zudem mit einem Messer attackiert. Aus Sicht der Strafverfolger wollten die Täter ihre Opfer ausrauben.

Zur Startseite
© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.