Hintergrund

Fast 3000 verletzte Polizisten in einem Jahr

Warnschuss

Insgesamt 2875 Berliner Polizisten sind im vergangenen Jahr im Dienst verletzt worden. Die Berliner Morgenpost dokumentiert einige Fälle: In der Nacht zum 6.Dezember attackierten fünf Jugendliche einen Zivilbeamten am Forckenbeckplatz in Friedrichshain. Der Polizist gab in Notwehr zunächst einen Warnschuss ab und feuerte dann auf die Angreifer, weil sie nicht von ihm abließen. Ein 19-Jähriger wurde in den Oberschenkel getroffen und anschließend mit seinen Komplizen festgenommen.

Linksextremisten

In der Nacht zum 25.Oktober wurden bei Attacken in Friedrichshain und Kreuzberg mehrere Polizeifahrzeuge beschädigt, die Beamten blieben unverletzt. Etwa 50 Linksextremisten hatten sich an der Skalitzer Straße/Ecke Schlesische Straße versammelt, aus der Gruppe heraus flogen Steine und Flaschen. Zwei Täter, 16 und 20 Jahre alt, wurden festgenommen und dem Staatsschutz übergeben.

Zivilcourage

Mit unglaublicher Brutalität griffen sechs Jugendliche und Heranwachsende am 22.Oktober einen Polizisten im Buckower Stuthirtenweg an, der zwei Kindern zu Hilfe kommen wollte, die von der Gruppe zusammengeschlagen wurden. Der Beamte kam mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus.

Macheten-Angriff

Zwei Polizeibeamte in Zivil wurden Mitte Oktober vor einem Supermarkt am Geraer Ring in Marzahn mit einer 50 Zentimeter langen Klinge und einer Eisenstange attackiert. Die beiden hatten Zigarettenhändler kontrollieren wollen, später mussten sie ihre Schnittverletzungen im Krankenhaus behandeln lassen.

Brandsätze

In der Nacht zum 22.August schleuderten Unbekannte Molotowcocktails gegen ein Gebäude der Kriminalpolizei an der Bulgarischen Straße in Treptow. Ferner gingen hinter der Wache an der Pablo-Picasso-Straße in Hohenschönhausen zwei Autos in Flammen auf, die Polizisten gehörten. Wenig später ging bei der Zeitung „B.Z.“ ein Selbstbezichtigungsschreiben ein, in dem sich die Täter mit zwei festgenommenen Auto-Brandstiftern solidarisierten.