Rechtradikale

Thor Steinar-Verkauf im Europacenter verboten

Erst vor einer Woche hatte sich der Laden Shooters im Berliner Europacenter in Nordic Brands umbenannt und bot Kleidung der bei Rechtsradikalen beliebten Marke Thor Steinar an. Das Landgericht Berlin verbot dies jetzt.

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Im Europacenter darf bis auf weiteres keine Kleidung der Marke Thor Steinar mehr verkauft werden, die in der rechten Szene beliebt ist. Dies sagte ein Sprecher des Landgerichts Berlin am Dienstag. Das Centermanagement setzte vor Gericht eine einstweilige Verfügung gegen das Geschäft Nordic Brands durch. Sie untersagt dem Betreiber, die Marke Thor Steinar anzubieten und Werbung für sie zu machen.

Der Laden ist mittlerweile geschlossen, die Schaufenster wurden blickdicht verklebt und die Werbeschrift entfernt. Erst vor einer Woche hatte der Betreiber die Marke in sein Sortiment aufgenommen und sein Geschäft von Shooters in Nordic Brands umbenannt.

"Wir freuen uns, dass das Landgericht Berlin unserer Argumentation gefolgt ist", sagte Center-Manager Uwe Timm. Management und Betreiber des Europacenters wollten nicht, dass die Konfliktlinien zwischen extremen Rechten und extremen Linken in ihrem Einkaufszentrum verliefen. "Unser Name soll nicht im Zusammenhang mit extremen Weltanschauungen genannt werden, weil wir sie nicht teilen."

Erst Ende November hatte ein Laden mit Thor-Steinar-Textilien in der Rosa-Luxemburg-Straße (Mitte) geschlossen, um eine Zwangsräumung zu verhindern. Auch das Thor-Steinar-Geschäft in der Petersburger Straße (Friedrichshain) wird nicht mehr offen sein. Am Donnerstag gab das Landgericht Berlin einer Räumungsklage statt.

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