Spielhallen-Überfälle

Fußballprofi des SV Babelsberg vor Haftrichter

Nach intensiven Ermittlungen hat die Berliner Polizei eine Bande von mutmaßlichen Raubtätern gestellt und jetzt dem Haftrichter vorgeführt. Sie sollen acht Spielhallen überfallen haben. Kopf der Gruppe ist offenbar der Fußball-Profi Süleyman K. des Drittligisten SV Babelsberg 03.

Sie sollen mit äußerster Brutalität vorgegangen sein: Sechs Männer im Alter von 17 bis 22 Jahren stehen im Verdacht, für eine Reihe von Überfällen auf Spielkasinos in Berlin verantwortlich zu sein. Kopf der Bande soll ein 21 Jahre alter Fußballprofi des Drittligisten SV Babelsberg 03 sein, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Dienstag sagte.

Den Männern, die am Montag festgenommen worden waren, wird vorgeworfen, seit Mitte Februar acht Spielcasinos in Moabit, Gesundbrunnen und Wedding überfallen zu haben. Alle sechs Tatverdächtigen sollten am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

„Bei den Überfällen sind sie äußerst brutal vorgegangen“, sagte Steltner. So sollen sie mehrere Casinomitarbeiter zusammengeschlagen haben – unter anderem mit Gegenständen. Darüber hinaus hätten sie mit Stichwaffen gedroht und Pfefferspray versprüht.

Die Automaten brachen sie demnach mit Brechstangen – sogenannten Kuhfüßen – auf. Zu den Tatverdächtigen gehört auch ein 19 Jahre alter Intensivtäter, der bereits wegen Raubes und Erpressung für ein Jahr und neun Monaten im Dauerarrest war.