JVA Plötzensee

Häftlinge legen Feuer und verbarrikadieren sich

Im Justizkrankenhaus Plötzensee hat es in der Nacht zum Freitag gebrannt: Zwei 19-Jährige legten in ihrer Zelle ein Feuer und verbarrikadierten die Tür mit Möbelstücken. Beide erlitten schwere Brandverletzungen. Die Feuerwehr verhinderte die Ausbreitung des Feuers.

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Zwei Häftlinge und drei Mitarbeiter sind bei einem Feuer im Krankenhaus der Justizvollzugsanstalt Plötzensee verletzt worden. Einer der Häftlinge erlitt schwere Brandverletzungen und kam wie sein ebenfalls schwer verletzter Komplize zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Die drei Vollzugsmitarbeiter wurden ambulant behandelt.

Wie die Senatsverwaltung für Justiz mitteilte, war das Feuer am Donnerstag gegen halb elf am Abend in einem Haftraum der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Gefängniskrankenhauses am Saatwinkler Damm ausgebrochen. In dem Zimmer lagen zu diesem Zeitpunkt zwei 19 Jahre alte Häftlinge.

Ein Mitarbeiter des Krankenhauses bemerkte das Feuer und alarmierte die Feuerwehr. Erste Versuche, in das Zimmer vorzudringen, scheiterten aber. Die Häftlinge hatten den Zugang mit Inventar verbarrikadiert. Rettungskräften der Feuerwehr gelang es wenig später, die bereits brennenden Möbelstücke zu beseitigen und den Zugang zum Haftraum zu ermöglichen. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte auch verhindert werden, dass die Flammen auf andere Zimmer übergriffen. Vorsorglich wurden alle Hafträume des Krankenhauses evakuiert.

Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die zwei Inhaftierten wegen des Verdachts der Brandstiftung. Die beiden 19-Jährigen befinden sich bereits seit längerer Zeit in dem Krankenhaus. Nach Justizangaben verbüßt einer von ihnen eine Jugendstrafe wegen zahlreicher unterschiedlicher Delikte, darunter Diebstahl. Sein Zellennachbar sitzt dort in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

Das Justizvollzugskrankenhaus ist mit insgesamt 116 Betten ausgestattet. 36 Betten stehen in der Psychiatrie und Psychotherapie zur Verfügung.