Winterdienst

BSR stockt Fahrzeugflotte und Personal auf

2100 Mitarbeiter und 470 Räumfahrzeuge sollen die Straßen und Wege Berlins von Eis und Schnee befreien – jeweils rund fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Ein neues Gesetz macht die Verstärkung notwendig.

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Die ersten Flocken gab es schon in Berlin – aber auch wenn es noch mehr Regen als Schnee war, scheint der Winter nun gekommen zu sein. Doch die Berliner Stadtreinigung ist vorbereitet, um Probleme wie im letzten Winter zu verhindern.

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Die Berliner Stadtreinigung (BSR) hat ihr Konzept für den diesjährigen Winterdienst vorgestellt. Sie setzt in diesem Jahr 2100 Mitarbeiter und 470 Räum- und Streufahrzeuge ein „Damit haben wir rund 100 Mitarbeiter und 20 Fahrzeuge mehr im Einsatz als im Vorjahr“, sagt Sabine Thümler, Pressesprecherin der BSR. Das neue Konzept und die zusätzlichen Mitarbeiter sind notwendig geworden, weil durch eine Änderung des Straßenreinigungsgesetzes zusätzliche Aufgaben für den Winterdienst anfallen.

Die Stadtreinigungsbetriebe müssen in diesem Jahr erstmalig auch den Boden an allen gehwegseitigen Bus- und Bahnhaltestellen der BVG von Schnee und Eis befreien. Diese Aufgabe wird jedoch an Fremdunternehmen abgegeben. Ebenfalls neu ist, dass in diesem Winter auch Radwege, die entlang von verkehrswichtigen Straßen verlaufen, von der Stadtreinigung geräumt werden müssen.

Zum ersten Mal fallen auch zwölf öffentliche Plätze in das Räumgebiet des Winterdienstes. Die BSR räumt den Alexanderplatz, den Bebelplatz, den Breitscheidplatz, den Gendarmenmarkt, den Hackeschen Markt, den Herman-Ehlers-Platz, den Hermannplatz, den Kurt-Schumacher-Platz, den Pariser Platz, den Platz des 18. März, den Wittenbergplatz und den Friedrich-Ebert-Platz.

Die öffentlichen Plätze werden aber nicht flächendeckend von Schnee und Eis befreit. „Wir haben zusammen mit der Stadt, eine Wege-Netz erarbeitet, das wir, je nach Bedarf räumen. So sollen die Passanten nach Möglichkeit alle Ziele an den Plätzen erreichen können“, sagt BSR-Sprecherin Thümler.

Ebenfalls neu ist, das die BSR die Fußgängerzonen in der Altstadt Spandau, am Fritz-Lang-Platz, in der Gorkistraße, an der Marzahner Promenade, in der Rathausstraße und in der Wilmersdorfer Straße von Schnee und Eis freihalten muss. Dort soll es schneefreie Mittelstreifen geben, sowie Querverbindungen, die das Erreichen der Läden auf beiden Seiten ermöglichen sollen.

Die Neuregelung des Straßenreinigungsgesetzes wurde nach dem extremen Winter im vergangenen Jahr beschlossen. Damals waren viele Straßen und Wege wochenlang völlig vereist. Es kam zu zahlreichen Unfällen. Häufig war unklar, wer für die Räumung von Wegen und Plätzen verantwortlich ist. Das soll mit dem neuen Gesetz anders werden. Hausbesitzer stehen aber auch weiterhin in der Pflicht, die Wege vor ihren Grundstücken zu räumen. Auf den Gehwegen vor Häusern muss auch in diesem Winter ein ein Meter breiter Streifen von Schnee und Eis befreit werden.