Ausstellung

Berlin richtet die Gartenschau 2017 aus

Berlin erhält nach Senatsangaben den Zuschlag für die Internationale Gartenbauausstellung (IGA) im Jahr 2017. Sie soll auf dem früheren Flughafengelände in Tempelhof stattfinden. Um die Ausstellung hatte sich auch Aachen beworben. Doch am Ende hatten die Ausrichter gar keine Wahl mehr.

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Berlin richtet nach Senatsangaben 2017 eine Internationale Gartenbauausstellung (IGA) auf dem früheren Flughafengelände in Tempelhof aus. „Wir wissen seit Dienstag, dass Berlin den Zuschlag bekommt“, sagte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher am Mittwoch. Ein entsprechendes Schreiben liege vor. Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) werde den Vertrag noch am Mittwoch unterzeichnen, sagte eine Sprecherin.

Um die Schau hatte sich auch Aachen beworben, doch am Dienstag aus finanziellen Gründen den Rückzug angetreten. Das teilten der Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) mit. Hintergrund des Ausstiegs sind den Angaben zufolge die Konditionen des Vertrags, der mit dem Ausrichter der IGA, der Deutschen Bundesgartenschau Gesellschaft DBG, hätte abgeschlossen werden müssen. Oberbürgermeister Philipp führte an, dass man neben einem zu entrichtenden "Startgeld" in Millionenhöhe finanzielle Verpflichtungen für Zeiträume hätte eingehen müssen, über die man noch keine Aussagen treffen könne.

Lüscher sprach von einer großen Freude für Berlin. Details der Gartenbauausstellung sollen in der kommenden Woche vorgestellt werden. Der historische Flughafen Tempelhof war im Herbst 2008 Jahr geschlossen worden.

Die Kosten zur Herrichtung des Geländes werden laut Konzept auf rund 60 Millionen Euro beziffert. Für die IGA fallen Lüscher zufolge zusätzliche Kosten von etwa 50 Millionen Euro an. Die Stadt müsse 13,5 Millionen Euro aufbringen. Der Rest solle durch Eintrittsgelder refinanziert werden.

Die Planungen für die IGA würden in das Konzept zur Gestaltung des rund 250 Hektar großen Parks auf dem ehemaligen Flughafen-Areal integriert, sagte Lüscher. Die IGA werde sich auf rund einem Drittel der Fläche erstrecken. Dazu gehörten temporäre Ausstellungsbereiche sowie Anlagen, die auch nach der IGA erhalten blieben.

Zunächst hatte es geheißen, mit dem Rückzug der Städteregion Aachen ginge der Zuschlag nicht automatisch an Berlin. DBG-Geschäftsführer Matthias Schmauder sagte. "Wir haben jetzt eine neue Entscheidungsgrundlage. Entweder Berlin unterschreibt unseren Vertrag, und unsere Gesellschafterversammlung entscheidet sich für Berlin, oder wir schreiben neu aus", so Schmauder.

Ursprünglich sollte der Zuschlag bereits am 11. Oktober erteilt werden. Die DBG aber verschob die Entscheidung auf den 15. Dezember. Grund: Die beiden Bewerber hatten die Verträge mit der DBG nicht unterzeichnet.

Der Senat hatte im November 2008 die IGA-Bewerbung beschlossen. Die Idee war im Vorfeld der Schließung des Flughafens Tempelhof entstanden, um die Entwicklung des riesigen, dann stillgelegten Flughafengeländes voranzutreiben und den geplanten Park mit Hilfe einer Bundesgartenschau besser umsetzen und aufwerten zu können.

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