Protestaktion

Hunderte demonstrieren gegen Mauerpark-Projekt

Teile des beliebten Parks in Prenzlauer Berg sollen mit Eigentumswohnungen bebaut werden. Doch diesen Plan befürworten nicht alle Berliner. Am Sonnabend protestierten rund 700 Menschen, unterstützt von der Piratenpartei, gegen die Absichten des Bezirks.

Mehrere hundert Menschen haben am Sonnabend gegen eine Bebauung des Mauerparks im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg demonstriert. Sie wehrten sich gegen Pläne der Stadt, Teile des Parks mit Eigentumswohnungen zu bebauen, teilte die Piratenpartei mit, die den Aufruf der Initiative "Mauerpark fertigstellen" unterstützte. Nach Polizeiangaben folgten rund 700 Demonstranten dem Aufruf.

Der Baustadtrat des Bezirks Mitte, Ephraim Gothe (SPD), hatte im Juli einen Entwurf vorgestellt, wonach etwa 4,5 Hektar mit mehrgeschossigen Häusern bebaut werden sollen. Die Pläne sehen an der Westseite des Parks einen etwa 30 Meter breiten Häuserriegel vor. Er soll mit Unterbrechungen von der Bernauer Straße bis zur Höhe Kopenhagener Straße führen. Der ehemaligen Bahntochter Vivico gehört das Gelände am Rand des Parks.

Demnach erhält der Bezirk für die Erweiterung des Mauerparks eine Fläche von 50 mal 1000 Metern von der Vivico. Im Gegenzug wird auf der restlichen Fläche Baurecht geschaffen für sechs- bis siebengeschossige Häuser. "Wir wollen auf dem ehemaligen Bahngelände eine Mischbebauung ermöglichen, mit Wohnhäusern und Hostels sowie zur Eberswalder Straße hin einem Hotel", sagt Gothe.

Der Mauerpark auf dem einstigen Todesstreifen erinnert an die Spaltung Berlins zu DDR-Zeiten.

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