Berliner Stadtverkehr

Auf der A100 drohen neue Staus

Berlins Autofahrer müssen sich von heute an im Nordabschnitt der Stadtautobahn A100 auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Zwischen Seestraße und dem Autobahndreieck Charlottenburg wird bis Juni 2011 gebaut. Die Arbeiten beginnen zwar erst am 2. November, dennoch wird es jetzt schon eng.

Foto: th/mw/gb / DDP

Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung will auf der A100 den maroden Streckenabschnitt zwischen dem Autobahndreieck Charlottenburg und der Seestraße in Wedding grundlegend sanieren lassen. Der Baubeginn ist für den 2. November angekündigt, zuvor wird aber bereits die Verkehrsführung geändert.

Danach sollen Arbeiten zunächst auf der nördlichen Fahrbahn in Richtung Charlottenburg beginnen. Der Verkehr wird daher komplett auf die südliche Fahrbahn umgeleitet. Dort sollen dann zwei Fahrspuren pro Richtung zur Verfügung stehen, die dann allerdings schmaler als üblich sind, zudem wird es Tempobegrenzungen geben. Außerdem wird am Dreieck Charlottenburg die Autobahnauffahrt vom Jakob-Kaiser-Platz in Fahrtrichtung Süden im nächsten Jahr für etwa zwölf Monate gesperrt. Autofahrer sollen dann über den Siemensdamm auf die Stadtautobahn auffahren.

In der zweiten Jahreshälfte 2010 soll mit der Sanierung der südlichen Fahrbahn in Richtung Wedding begonnen werden. Nach dem Zeitplan des Senats werden die Bauarbeiten bis Juni 2011, also etwa 21 Monate dauern. Dies sorgte bereits für erhebliche Kritik bei Anwohnern und Wirtschaftsunternehmen. Die Erneuerungskosten der rund 2,8 Kilometer langen Strecke einschließlich der Beleuchtungsanlagen werden auf 17 Millionen Euro veranschlagt. Sie werden komplett vom Bund als Eigentümer der Autobahn getragen.

Geplant ist auch eine Instandsetzung der Tegeler-Weg-Brücke, der Goerdelerdammbrücke sowie der Hermann-Maass-Brücke und der Spennrathbrücke im Zuge der Seestraße. Die Berliner Wasserbetriebe wollen längs der A100 eine zwei Kilometer lange Abwasserdruckleitung erneuern.

Angesichts des aktuell erhöhten Verkehrsaufkommens auf der Stadtautobahn als Folge der S-Bahn-Krise ist in der Senatsverwaltung auch über eine zeitliche Verschiebung des Bauprojektes nachgedacht worden. Den Ausschlag für den kurzfristigen Sanierungsbeginn gab dann der sehr schlechte Zustand der Fahrbahn. „Der in den 60er-Jahren hergestellte Beton bröckelt inzwischen an vielen Stellen, da besteht dringender Handlungsbedarf“, heißt es aus der Senatsverkehrsverwaltung.

Parallel dazu werden die Arbeiten am Neubau der Spandauer-Damm-Brücke fortgeführt, welche bis voraussichtlich März 2011 ebenfalls für Behinderungen auf der Stadtautobahn sorgen werden.