Alkoholvergiftung

Siebenjähriger trank Wodka auf dem Spielplatz

Foto: Steffen Pletl / Pletl

Ein siebenjähriger Junge wurde in Berlin volltrunken in eine Klinik eingeliefert. Er hatte auf einem Spielplatz im Bezirk Spandau mit seinem zwei Jahre älteren Bruder ein Wodka-Cola-Gemisch getrunken. Anwohner hatten das zitternde Kind entdeckt und die Feuerwehr alarmiert.

Ein erst sieben Jahre alter Junge ist in Berlin mit einer lebensgefährlichen Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Wie die Polizei mitteilte, fanden Passanten das zitternde und sich übergebende Kind am Sonntagabend auf einem Gehweg im Stadtteil Spandau.

Der Junge, bei dem ein Blutalkoholwert von zwei Promille festgestellt wurde, musste demnach stationär auf der Intensivstation behandelt werden. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge soll er mit seinem zwei Jahre älteren Bruder ein Wodka-Cola-Gemisch auf einem Spielplatz getrunken haben, das er von dort ebenfalls anwesenden Jugendlichen erhalten hatte.

Mutter und Vater der beiden Jungen sollen aus dem Trinker-Milieu stammen, erfuhr Morgenpost Online. Es gibt bisher keine Anhaltspunkte, dass die Eltern die Fürsorge- oder Erziehungspflicht verletzt hätten. Es läuft ein Ermitlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen Unbekannt.

Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) vom Frühjahr zufolge landen immer mehr Kinder und Jugendliche nach Alkoholexzessen im Krankenhaus.

Allein in Hamburg seien im Jahr 2008 1765 Minderjährige mit der Diagnose „psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol“ in Kliniken eingeliefert. Das waren 174 mehr als im Jahr zuvor.

Hochgerechnet auf das gesamte Bundesgebiet sind das nach Angaben der TK fast 20.000 alkoholbedingte Krankenhausaufenthalte von Minderjährigen pro Jahr. Damit stehe das so genannte Komasaufen unter den häufigsten Ursachen für Klinikaufenthalte bei Kindern und Jugendlichen mittlerweile auf Platz 15.

( mtt/ddp/mim )