Meningokokken-Infektion

Schüler an Hirnhautentzündung gestorben

Im Benjamin-Franklin-Krankenhaus ist ein 13-Jähriger aus Berlin-Steglitz wegen einer sehr aggressiven Hirnhautentzündung behandelt worden. Der Junge starb an der Infektion.

Ein 13 Jahre alter Schüler aus Berlin-Steglitz ist an einer Meningokokken-Infektion gestorben. Das bestätigte Charité-Sprecherin Claudia Peter am Donnerstag. „Ja, es hat einen Todesfall gegeben. Es handelt sich um einen sehr tragischen Fall“, sagte Peter. Der Junge war in der Nacht zu Mittwoch im Benjamin-Franklin-Krankenhaus einer sehr aggressiven Hirnhautentzündung erlegen.

Eine Sprecherin der Gesundheitsverwaltung des Senats konnte weitere Einzelheiten zur Todesursache am Donnerstag nicht bekanntgeben. Es war zunächst auch noch unklar, ob der Erkrankung die ansteckende Form der Hirnhautentzündung zugrunde lag. Die Charité will am heutigen Freitag Angaben zu den Krankheitssymptomen, dem Verlauf der Krankheit und den Hintergründen des Todesfalls machen. „Wir müssen erst die medizinische Stellungnahme abwarten“, sagte Charité-Sprecherin Peter. Das Krankenhaus hat Peter zufolge das Landesamt für Gesundheit und Soziales über die meldepflichtige Bakterieninfektion benachrichtigt. Nach Angaben der Steglitz-Zehlendorfer Bildungsstadträtin Barbara Loth (SPD) hat die Schulleitung alle Eltern über den Tod und die Ursache informiert.

In einem Schreiben wurden sie aufgefordert, zum Hausarzt zu gehen und sich das Meningitis-Medikament „Rifampicin“ verschreiben zu lassen. Umliegende Apotheken seien angerufen worden, um den Vorrat sicherzustellen, sagte Stadträtin Loth. Weitere infizierte Schüler habe es nicht gegeben.

Die Hirnhautentzündung, auch Meningitis genannt, ist eine Entzündung der äußeren Hülle des Hirns und Rückenmarks. Die häufigsten Symptome sind Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit, verbunden mit Fieber, Verwirrtheit oder Bewusstseinsminderung, Übelkeit und einer Überempfindlichkeit gegen Licht und laute Geräusche. Die Erkrankung wird durch Bakterien verursacht.