Tarifabschluss

Berlins Angestellte bekommen mehr Gehalt

Der in Potsdam verabschiedete Tarifabschluss der Bundesländer gilt auch für Berlin. Zusätzlich zu einer Einmalzahlung von 350 Euro wird das Gehalt der 50.000 Angestellten des öffentlichen Diensts ab April um 1,5 Prozent und ab 2012 um weitere 1,9 Prozent steigen.

Foto: Reto Klar

Die 50.000 Angestellten und Arbeiter im öffentlichen Dienst in Berlin profitieren von dem Tarifabschluss der anderen Bundesländer in Potsdam. Wie Astrid Westhoff, stellvertretende Ver.di-Vorsitzende, am Freitag mitteilte, greift nun ein im vergangenen Jahr ausgehandelter Stufenplan, mit dem Berlin bis 2017 an das Tarifniveau der anderen Bundesländer wieder herankommen will.

Konkret bedeutet dies: Die in Potsdam vereinbarten Tarife gelten ab Oktober auf 97-Prozent-Niveau auch in Berlin. Die Einmalzahlung wird in Berlin zum 1.Dezember zu 97 Prozent gezahlt. Das entspricht einem Betrag von 349,20 Euro. Im nächsten Schritt werden die Tabellen, die in den anderen Bundesländern ab 1.Januar 2012 gelten, in Berlin ab 1.Juli 2012 zu 97 Prozent angewendet.

Am Donnerstag hatten Gewerkschaften und Arbeitgeber eine Einigung erzielt. Die Regelung beinhaltet für 2011 eine Einmalzahlung von 360 Euro sowie eine Lohnerhöhung von 1,5 Prozent ab April. Anfang 2012 sollen die Gehälter um weitere 1,9 Prozent steigen.

Der Landesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes, Joachim Jetschmann, forderte den Senat auf, das Ergebnis der Angestellten auch auf die Beamten zu übertragen. Zudem müsse der Senat endlich auch den Übergang zu einer 100-Prozent-Bezahlung bis 2017 wie bei den Angestellten beschließen. „Die Beamten dürfen nicht schlechter als die Angestellten gestellt werden“, sagte Jetschmann. Auch die Gewerkschaft der Polizei forderte eine Gehaltserhöhung bei den Beamten. Eine Sprecherin der Innenverwaltung verwies auf die schon vereinbarten Gehaltserhöhungen im vergangenen und in diesem Jahr. Alles Weitere müsse das Abgeordnetenhaus entscheiden.