Sicherungsverwahrung

Gericht bestätigt Strafe gegen Sextäter Uwe K.

Der Kinderschänder Uwe K. kommt nicht mehr auf freien Fuß. Der Bundesgerichtshof hat eine Revision des 46-Jährigen gegen ein Urteil vom September abgelehnt. Damit ist die verhängte Sicherungsverwahrung rechtskräftig.

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Wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs von zwei Mädchen wurde der vorbestrafte Sexualtäter Uwe K. zu zehn Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Nun ist die im September 2010 verhängte Strafe rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof verwarf die Revision des 46-Jährigen gegen das Urteil des Berliner Landgerichts als unbegründet, wie am Dienstag mitgeteilt wurde. Der Fall hatte bundesweit Aufsehen erregt (Beschluss vom 22. Februar 2011 - 5 StR 11/11).

Elf Jahre Haft hatte Uwe K. bereits wegen sexuellen Missbrauchs an neun Mädchen bis Januar 2007 in Brandenburg verbüßt. Dann wurde er entlassen und zog nach Berlin. Entgegen der Weisung des Gerichts war er 2008 und 2009 immer wieder auf Kinderspielplätzen unweit seiner Wohnung. Dort habe er das Vertrauen von allein erziehenden Müttern aus der Nachbarschaft erworben und ihnen angeboten, die Kinder gelegentlich zu beaufsichtigen.

Im Mai 2008 zwang er dann ein elfjähriges Mädchen, das er allein betreuen sollte, zum Oralverkehr. Etwa ein Jahr später zwang er dazu ein zehnjähriges Mädchen, das zum Spielen in seiner Wohnung war. Der Straftäter schaffte es laut Gericht, ein engmaschiges Netz von Bewährungshelfern und Polizeiüberwachung zu umgehen. Bei Ansprachen der Polizei zeigte er sich kooperativ.

Der Mann kommt wegen der Sicherungsverwahrung nach Verbüßung seiner Haftstrafe nicht auf freien Fuß. Nach Einschätzung des Berliner Landgerichts müssen weitere Rückfälle befürchtet werden. Der Mann habe keinerlei Einsicht gezeigt. Der BGH bestätigte diese Einschätzung.

Schon nach seiner 2007 hatten Experten Rückfälle von Uwe K. befürchtet. Wegen einer damaligen Gesetzeslücke war eine nachträgliche Sicherungsverwahrung des Mannes nicht möglich. In der geschlossenen Psychiatrie konnte der Sexualtäter ebenfalls nicht untergebracht werden. Er galt als gefährlich, aber nicht geistig erkrankt. In dem Berliner Prozess bot sich laut Gericht das Bild eines Mannes, „der nicht gewillt ist, sich mit den Taten auseinander zu setzen“.