Feuerbachtunnel

Suche nach Havarie-Ursache geht weiter

Die Schäden durch einen Wassereinbruch im Tunnel an der Steglitzer Feuerbachstraße scheinen immer größer zu werden. Nun ist er in Richtung Zehlendorf komplett gesperrt. Und die Suche nach der Havarie-Ursache wird fortgesetzt.

Lange Staus haben sich am Mittwoch auf der A103 vor dem Tunnel an der Feuerbachstraße in Richtung Zehlendorf gebildet. Die Unterführung zwischen den Anschlussstellen Saarstraße und Filandastraße musste daraufhin komplett in Richtung Süden gesperrt werden. Der Verkehr wird nach Angaben der Polizei umgeleitet. Die letzte freie Ausfahrt in Richtung Süden ist die Anschlussstelle Saarstraße. Wie lange die Sperrung wegen der Gefahr von Eisbildung noch dauern wird, ist unklar. In Richtung Norden dürfen die Autofahrer nur 20 Kilometer pro Stunde durch den Tunnel fahren.

Auch am Mittwoch wurde der Auslöser für den Wassereinbruch vor vier Tagen durch die Tunneldecke nicht gefunden. Die Wasserbetriebe konnten nach einem Drucktest zumindest einen Schaden an einem 60 Zentimeter dicken Hauptrohr ausschließen. „Wir vermuten jetzt, dass eine Leitung kaputt ist, die vor so langer Zeit verlegt wurde, dass sie in keinem Plan mehr zu finden ist“, sagt Stephan Natz, Sprecher der Wasserbetriebe. Eine weitere Möglichkeit sei, dass im feuchten Januar das Wasser nicht ausreichend versickern konnte und jetzt nach oben drücke. Ein Labor werde jetzt das Wasser analysieren, um herauszufinden, ob es sich an der tropfenden Stelle um Abwasser oder Grundwasser handle, so Natz. Zudem werde eine Betonfachfirma die Asphaltdecke öffnen, um nach defekten Leitungen zu suchen. Nach wie stehe man vor einem großen Rätsel, sagte der Sprecher der Wasserbetriebe.

In den vergangen Tagen wurden die Rohre bereits mit sogenannten intelligenten Horchern untersucht, um anhand der Geräusche das Loch zu finden. Das Wasser tropft seit Sonntag durch die Tunneldecke und bildet eine Eisschicht auf der Fahrbahn. Da mit Staus weiterhin zu rechnen ist, rät die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Westtangente von und nach Steglitz möglichst weiträumig zu umfahren.