Kriminalität

Mit Vaters Auto Tankbetrug und Unfall begangen

Eine wilde Verfolgungsjagd endete am Sonntag in Berlin für zwei mutmaßliche Tankbetrüger an einem Gartenzaun. Eine Zivilstreife war auf die 35 und 30 Jahre alten Männer an einer Tankstelle in Charlottenburg aufmerksam geworden.

Eine Spritztour mit Papas Auto endete für zwei Männer am Sonntagabend in Berlin-Charlottenburg in einer Gefangenensammelstelle. Eine Zivilstreife beobachtete kurz vor 21 Uhr das Fahrzeug an einer Tankstelle an der Kaiser-Friedrich-Straße und hörte, dass der Beifahrer dem Fahrer zurief: "Los, fahr los!". Zuvor hatten die Männer Sprit aufgefüllt, ohne zu bezahlen. Grund genug für die Polizisten, dem flüchtenden Fahrzeug zu folgen. Über Funk erfuhren sie, dass die an dem BMW angebrachten Kennzeichen für einen Renault Twingo zugelassen sind.

Während der Flucht, bei der mehrmals die zugelassene Höchstgeschwindigkeit deutlich überschritten wurde, überfuhren die Tankbetrüger mehrere rote Ampeln und gefährdeten Fußgänger sowie andere Autofahrer. Nur der schnellen Reaktion der übrigen Verkehrsteilnehmer war es zu verdanken, dass es zu keinen Unfällen kam und niemand verletzt wurde.

Nachdem die Flüchtenden ihren Weg über die Otto-Suhr-Allee, Lise-Meitner-Straße, Osnabrücker Straße, Tegeler Weg, Kurt-Schumacher-, Rohr- und Saatwinkler Damm sowie am Flughafen Tegel fortgesetzt hatten, bogen sie in die Straße 70 einer Kleingartenkolonie ein. Dort verlor der Fahrer die Kontrolle über den Wagen, drehte sich, prallte gegen einen Betonpfeiler und kam an einem Holzzaun zum Stehen. Kurz darauf klickten bei dem 35 Jahre alten Sohn des Fahrzeughalters und dessen 30 Jahre alten Begleiter die Handschellen.

Während der Jüngere schwieg, räumte sein Kompagnon ein, die Kennzeichen für den Tankbetrug gestohlen zu haben. Die beiden Festgenommenen mussten sich einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen, wurden dann aus dem Gewahrsam entlassen und sehen nun Ermittlungsverfahren wegen Tankbetrugs, Kennzeichendiebstahls, Urkundenfälschung und Straßenverkehrsgefährdung entgegen.