Immobilienholding BIH

Berliner Senat lässt Milliarden-Deal platzen

Das Video konnte nicht gefunden werden.

Verkauf der Immobilienholding abgelehnt

Die landeseigene Berliner Immobilienholding (BIH) mit ihren zehntausenden Wohnungen in der Hauptstadt wird vom Land vorerst nicht verkauft.

Video: BMO
Beschreibung anzeigen

Der Senat hat sich entschieden, die Berliner Immobilienholding BIH nicht an ein britisches Konsortium zu verkaufen. Laut Regierungschef Wowereit sei das aber kein gänzlicher Stopp der Bemühungen. Man suche weiter nach Investoren.

Die landeseigene Berliner Immobilienholding (BIH) mit ihren zehntausenden Wohnungen in der Hauptstadt wird vom Land vorerst nicht verkauft. Das sagten der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) am Dienstag nach der Sitzung des Senats. Die nötige Transparenz auf allen Ebenen für einen möglichen Verkauf, also die Information der Öffentlichkeit über die Investoren im Hintergrund, sei nicht möglich gewesen. Man suche aber weiter nach Käufern. Verhandlungskreisen zufolge hatte das Land Berlin seit Monaten mit dem britischen Investor Altyon verhandelt.

Die Entscheidung sei kein endgültiger Stopp der Verkaufsbemühungen, sagte Wowereit. Potenzieller Käufer war ein britisches Investorenkonsortium gewesen, das mit Kapital eines Staatsfonds aus Abu Dhabi agiert.

Die BIH verwaltet Immobilienfonds, die einst den Berliner Bankenskandal ausgelöst hatten. Die mit erheblichen Risiken behafteten Fonds sind in der Holding gebündelt und umfassen 39.000 Wohnungen, davon knapp 20.000 in Berlin. Der Verkauf war in der Berliner SPD heftig umstritten. Zur BIH gehören auch 3000 Gewerbeeinheiten wie Geschäftsräume, Ärztehäuser, Tankstellen und Pflegeheime. Das Problem beim Verkauf sind die Garantien: Vom Käufer wurde erwartet, dass er die teilweise bis 2032 laufenden Landesgarantien etwa für Mieten und Kredite mit übernimmt.

Bereits 2009 sichtete eine Handvoll Bieter die Bücher. Damals wurde das Verfahren aber mit Verweis auf die Krise auf dem Immobilien- und Finanzmarkt eingestellt.

( dpa/Reuters/sh )