Liebig 14

Linksextreme ziehen wieder durch Berlin

In der Nacht zum Sonntag haben Sympathisanten Liebigstraße 14 erneut gegen die Hausräumung protestiert. Es blieb aber ruhig. Sie hinterließen lediglich Schmierereien hinterließen in Lichtenberg und Tempelhof.

Nach der Räumung des besetzten Hauses in der Liebigstraße 14 reißt der Protest nicht ab: Erneut haben sich am Samstagabend Sympathisanten der Hausbesetzerszene zu einer unangemeldeten Protestdemonstration versammelt. Zerstörungen, wie noch in der Nacht zuvor, blieben laut Polizei aber aus.

Rund 200 Personen trafen sich gegen 21.00 Uhr am Cottbuser Tor in Kreuzberg und zogen dann in Richtung Ritterstraße, wie ein Sprecher sagte. Polizeibeamte kontrollierten die kurze Zeit später auf 150 Personen geschrumpfte Gruppe und sicherten Knallkörper, Vermummungsmaterial und gefüllte Farbbeutel, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Schmierereien hinterließen Unterstützer in Lichtenberg und Tempelhof: Auf der Fassade der Arbeitsagentur in der Gotlindestraße in Lichtenberg fand die Polizei einen Schriftzug „L 14“. In Tempelhof nahmen die Beamten zwei 17-Jährige fest, bei denen sie Sprayer-Utensilien fanden. Zuvor hatte die Polizei mehrere beschmierte Autoanhänger an der Sponholzstraße gefunden.

Das Haus in der Liebigstraße 14 in Berlin-Friedrichshain war unter massiven Protesten der Bewohner am Mittwoch von der Polizei geräumt worden.