Räumung

200 Teilnehmer bei nicht genehmigter Demonstration

Rund 200 Menschen haben am Montagabend an einer nicht genehmigten Demonstration für die Bewohner des Hauses Liebigstraße 14 teilgenommen. Es blieb ruhig.

Vor der für Mittwoch angekündigten Räumung des Hauses in der Liebigstraße 14 in Friedrichshain hat die linksextremistische Szene erneut zu massivem Widerstand aufgerufen. Im Internet wurden stadtweit Attacken auf S- und U-Bahn sowie Verkehrsblockaden angekündigt. Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz mit schweren Auseinandersetzungen vor. Sie wird am Mittwoch weit über 1000 Beamte aus mehreren Bundesländern im Einsatz haben. Im Kiez in Friedrichshain herrschte vor der angekündigten Räumung gespannte Ruhe.

Am Montagabend war eine weitere Kundgebung in Berlin geplant gewesen. Doch die Polizei untersagte eine von einem Privatanmelder gewünschte Demonstrationsroute vom Wittenbergplatz über den Tauentzien und den Ernst-Reuter-Platz zum Zoo in der City-West. Einer Auflage der Polizei zufolge durfte nur eine Kundgebung am Wittenbergplatz abgehalten werden. Dennoch demonstrierten etwa 200 Sympathisanten der Hausbewohner und zogen vom Wittenbergplatz nach Kreuzberg. Dabei blieb es zunächst weitgehend ruhig.

Bei einer Protestdemonstration gegen die geplante Räumung in der Liebigstraße am Sonnabend von Kreuzberg nach Friedrichshain hatte es in unmittelbarer Nähe des Hauses Ausschreitungen gegeben. 40 Beamte wurden verletzt. 17 Männer und eine Frau waren wegen des Verdachts auf schweren Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung zeitweise festgenommen worden. Haftbefehle wurden gegen drei von ihnen erlassen. Alle 17 wurden zum Teil unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt.