Konflikt

CDU lehnt Zöllners Schlichter im Fall Sarrazin ab

Eltern fordern die Versetzung von Ursula Sarrazin, Lehrerin und Ehefrau von Thilo Sarrazin. Ein Streit ist entbrannt, in den sich der Bildungssenator eingeschaltet hat. Doch das sorgt für Verärgerung bei der CDU.

Foto: JOERG KRAUTHOEFER

Im Streit um die Unterrichtsmethoden der Grundschullehrerin Ursula Sarrazin - der Frau des SPD-Politikers Thilo Sarrazin - hat sich jetzt der Schulexperte der CDU, Sascha Steuer, zu Wort gemeldet.

Er forderte, die Vorwürfe gegen die Lehrerin mit allen Mitteln des regulären Dienstrechts zu untersuchen. "Weder darf Frau Sarrazin vorverurteilt werden, noch darf sie besonderen Schutz genießen", sagte er. Deshalb sei es nicht hinnehmbar, dass Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) seinen Abteilungsleiter Erhard Laube als Schlichter eingeschaltet hat.

Eltern der Reinhold-Otto-Grundschule in Westend, an der Ursula Sarrazin als Lehrerin tätig ist, hatten sich über deren Erziehungsstil beschwert. Sie würde die Kinder demütigen und unter Druck setzten, hieß es. Die Eltern forderten die Versetzung von Frau Sarrazin. Der Schulleiter unterstützte diese Forderung. Ursula Sarrazin wies sämtliche Vorwürfe indes entschieden zurück.

Um den Schulfrieden wieder herzustellen, hatte Bildungssenator Jürgen Zöllner seinen Abteilungsleiter Laube mit dem Fall betraut. Am Montagabend gab es ein erstes Schlichtungsgespräch. Dabei wurde laut Informationen von Morgenpost Online festgelegt, dass sowohl Frau Sarrazin als auch der Schulleiter die Vorwürfe genau belegen müssen, damit alles geprüft werden kann.