Brandstiftung möglich

Großbrand vernichtete auch ein Weltrekord-Auto

Wie jetzt bekannt wurde ist bei dem Großbrand in einer historischen Lagerhalle in Berlin im Dezember auch ein Elektroauto verbrannt, das gerade durch eine Weltrekordfahrt für Schlagzeilen gesorgt hatte. Brandstiftung wird nicht mehr ausgeschlossen.

Der Großbrand in einer Mariendorfer Lagerhalle im Dezember ist möglicherweise auf Brandstiftung zurückzuführen. Eine weitere schlechte Nachricht: Dem Feuer fiel auch das durch eine Weltrekordfahrt bekanntgewordene Elektroauto der Berliner Firma DBM Energy zum Opfer. Brandstiftung könne nicht ausgeschlossen werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Der Brand in der Lagerhalle auf einem ehemaligen Gasag-Gelände in der Lankwitzer Straße hatte sich schon am 12. Dezember ereignet – der Verlust des Audi A2 wurde aber erst jetzt von DBM bestätigt. Bislang war nur von in der Halle gelagertem Material der Gasag und Maschinen für die Herstellung historischer Gaslaternen die Rede gewesen „Wir waren von der ermittelnden Behörde angehalten, keinerlei Auskunft zu geben, um das laufende Verfahren nicht zu gefährden“, hieß es nun von DBM. Ein Sprecher der Berliner Polizei sagte, er könne wegen der laufenden Ermittlungen keine Auskunft geben.

Das Unternehmen kündigte nach den Zweifeln des ADAC an der Rekordfahrt von Ende Oktober von München nach Berlin einen unabhängigen Reichweitencheck an: „Eine entsprechende Anfrage an die Dekra für Ende Februar 2011 ist bereits erfolgt.“ Zudem führe die Bundesanstalt für Materialsicherheit und forschung (BAM) seit dem 17. Januar ein umfangreiches Testprogramm zur Überprüfung der Sicherheit der angewandten Lithium-Polymer-Technik durch. DBM hatte von der Regierung 275.000 Euro an Fördermitteln bekommen.