CDU-Politikerin

Vera Lengsfeld bei Schlägerei verletzt

Vor den Türen der Rosa-Luxemburg-Konferenz in der Urania hat es eine Schlägerei gegeben, bei der drei Personen verletzt wurden - darunter auch die CDU-Politikerin Vera Lengsfeld. Ein Auto mit Kanistern und Kabeln sorgte zudem für Aufregung.

Am Rande der 16. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz in der Urania in Schöneberg ist es am Sonnabend zu Zwischenfällen gekommen. Bei Handgreiflichkeiten wurde nach Polizeiangaben mindestens drei Personen verletzt. Nach Angaben des SED-Opferverbandes ist eines der Opfer Vera Lengsfeld, frühere DDR-Bürgerrechtlerin und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. Zudem wurde der Landesvorsitzende der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS), Frieder Weiße, bei dem Zusammenstoß mit Teilnehmern des Kongresses verletzt. Der Verein stellte Strafanzeige. Der VOS-Bundesvorsitzende Hugo Diederich forderte am Sonntag angesichts des Übergriffes von der Vorsitzenden der Linken, Gesine Lötzsch, eine Stellungnahme und eine Klarstellung des Verhältnisses der Partei zur Gewalt.

Gegen 16.20 Uhr waren laut Polizei Teilnehmer des Luxemburg-Kongresses und mehrere Gegendemonstranten in Streit geraten. Die zunächst verbal geführte Auseinandersetzung endete in einer handfesten Rauferei, in deren Verlauf drei Personen verletzt wurden. Polizisten trennten die etwa zehn Personen voneinander, einer musste sich im Krankenhaus wegen einer Platzwunde in einem Krankenhaus ambulant versorgen lassen. Die Polizei stellte die Identitäten dreier Männer fest, die mutmaßlich an dem Streit beteiligt waren. Nach Rücksprache mit den Anmeldern der Gegenveranstaltungen verlegte der Polizeiführer den Kundgebungsort an die Martin-Luther-Straße. Der weitere Verlauf der Veranstaltung sei ohne zusätzliche Anfeindungen verlaufen.

Ein abgestellter Audi an der Rückseite der Urania an der Courbièrestraße sorgte wegen verdächtiger Gegenstände wie Kanister, Kabel und Batterien auf der Rückbank für zusätzliche Aufregung. Da nicht auszuschließen war, dass es sich um Sprengsätze handelt, schickte die Polizei Kriminaltechniker zum Einsatzort. Das Auto wurde mit einem ferngesteuerten Roboter geöffnet. Kurz darauf gab der Einsatzleiter Entwarnung, die verdächtigen Gegenstände in dem Wagen hatten sich als harmlos erwiesen.