Nahverkehr

S-Bahn fährt noch seltener - kostet aber mehr

Der S-Bahnverkehr bleibt auch im neuen Jahr eingeschränkt. Die Randbezirke werden teilweise ab 2. Januar nicht mehr bedient. Der Fahrpreis ist aber gestiegen.

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Auch am Neujahrstag hat die Berliner S-Bahn nur einen stark ausgedünnten Fahrplan anbieten können. Auf allen Strecken fuhren die Züge lediglich im 20-Minuten-Takt, wie eine Bahnsprecherin sagte. Lediglich die Ringbahnen S 41 und S 42 waren im Zehn-Minuten-Takt unterwegs. Insgesamt waren 228 sogenannte Viertelzüge im Einsatz statt der gemäß S-Bahnvertrag zugesicherten 562.

Für den Sonntag hat das Unternehmen zudem wie berichtet eine weitere Ausdünnung des Fahrangebotes angekündigt. Ab dann sollen voraussichtlich etwa 200 Viertelzüge auf die Schiene gebracht werden. Die Streckenabschnitte Strausberg-Strausberg Nord, Spandau-Westkreuz, Wartenberg-Springpfuhl und Hennigsdorf-Schönholz können den Angaben nach vorübergehend nicht bedient werden. Zwischen Hennigsdorf, Tegel und Wilhelmsruh sowie zwischen Strausberg und Strausberg Nord sollen stattdessen Busse fahren.

Grund für die Einschränkungen ist ein witterungsbedingter Wartungs- und Instandhaltungsstau an den Zügen. So hat es nach Bahnangaben seit dem 1. Dezember über 1000 Antriebsstörungen gegeben. Es seien 220 Motoren getauscht worden.

Trotz der Behinderungen gelten seit Neujahr im öffentlichen Nahverkehr in Berlin und Brandenburg höhere Fahrpreise. Ein Einzelticket innerhalb Berlins (AB) kostet mit 2,30 Euro dann 20 Cent oder 9,5 Prozent mehr als jetzt, wie der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg mitteilte. Die durchschnittliche Fahrpreiserhöhung liegt bei 2,8 Prozent. So soll die Monatskarte in Berlin (AB) nun 74 statt 72 Euro kosten (plus 2,8 Prozent).

Für das ABC-Ticket (Berlin und Umland) müssen die Fahrgäste künftig monatlich statt 88,50 Euro 91 Euro zahlen, also ebenfalls 2,8 Prozent mehr. In den kreisfreien Städten in Brandenburg wird der Preis für einen Einzelfahrschein (AB) einheitlich von 1,20 auf 1,30 Euro erhöht. Für Monatskarten in Potsdam, Brandenburg/Havel, Frankfurt (Oder) und Cottbus müssen Fahrgäste zwischen 1,4 und 3,9 Prozent mehr zahlen.

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