Ende einer Bauruine

Richtfest für Rossi-Bau an der Landsberger Allee

1996 wurde der Grundstein für den Rossi-Bau am S-Bahnhof Landsberger Allee gelegt. Zwölf Jahre später konnte die Bezirksbürgermeisterin endlich zum Richtfest kommen. Nach Jahren als Bauruine wird aus dem Gebäude für 70 Millionen Euro ein Luxushotel.

Foto: Michael Brunner

Für den Ausbau des sogenannten Rossi-Baus in Lichtenberg ist am Freitag Richtfest gefeiert worden. In Anwesenheit von Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich wurde der 60 Meter hohe Turm mit dem Richtkranz gekrönt. Bis zum Frühjahr 2009 werde am S-Bahnhof Landsberger Allee nach den Plänen des Architektenbüros Seeger-Müller ein Hotel mit 557 Zimmern, Konferenzräumlichkeiten einem Ballsaal und Tiefgarage für 550 Autos und 15 Reisebusse entstehen, sagte eine Sprecherin der österreichischen Projektentwickler UBM und Warimpex. Die Baukosten sollen rund 70 Millionen Euro betragen.

Ursprünglich sollte auf dem Gelände laut Medienberichten das Einkaufs- und Hotelzentrum „Landsberger Arkaden“ entstehen. Der Grundstein dafür war bereits 1996 gelegt, der Bau jedoch nicht fertiggestellt worden. Die Immobilie blieb lange Zeit eine Bauruine. Im Jahr 2006 erwarben UBM und Warimpex das Gebäude. Diese beauftragten die Berliner IGP Ingenieur AG mit der Projektsteuerung. Die ursprünglichen Pläne für das Gebäude stammen vom mittlerweile verstorbenen italienischen Stararchitekten Aldo Rossi.

Im August 2007 begann dann nach acht Jahren Stillstand der Ausbau zum Super-Hotel. Projektleiter Jürgen Steinmeier vom Bauherr UBX 1 Berlin GmbH, einer deutsch-österreichischen Joint-Venture-Gesellschaft, sprach damals von "unabdingbaren kosmetischen Korrekturen" an dem 14-geschossigen, fast 57 Meter hohen Betontorso. Der ursprünglich geplante Innenhof wurde entkernt und kompakte Zwischendecken wurden abgerissen sowie Säulen im Eingangsbereich entfernt, um Platz für einen großen Kongressbereich zu schaffen. Dieser soll schließlich eine Fläche von 4800 Quadratmetern einnehmen.

Manager des Hotels ist die "Vienna International", bisher Betreiber von 26 Hotels in Ost- und Südeuropa.