Demonstration

Drittes Video über gewalttätige Polizisten aufgetaucht

Ein weiteres Video soll das gewalttätige Vorgehen der Berliner Polizei bei einer Demonstration am 12. September darstellen. Dies hat ein Sprecher der Behörde jetzt bestätigt. Sollte sich der Verdacht bestätigen, befürchtet er einen Imageschaden für die Beamten.

Nach dem Auftauchen eines weiteren Videos mit einem auf Demonstranten einschlagenden Polizisten ermittelt die Berliner Polizei erneut in den eigenen Reihen. "Wir leiten ein Ermittlungsverfahren wegen des hinreichenden Anfangsverdachts einer Körperverletzung im Amt ein", sagte ein Polizeisprecher.

Der Chaos Computer Club hatte auf der Demonstration "Freiheit statt Angst" am 12. September den Vorfall dokumentiert, wie die "Frankfurter Rundschau" berichtete. Der Club habe Strafanzeigen gegen die Polizisten angekündigt.

Es ist bereits das dritte Video dieser Art, mit dem sich die Polizei auseinandersetzen muss. Ein anderes zeigt, wie Polizisten einem 37-jährigen Radfahrer bei der Festnahme ins Gesicht schlagen. Er wurde daraufhin mit Gesichtsverletzungen in die Charité eingeliefert. Auf einem weiteren Video ist zu sehen, wie ein Beamter einem Festgenommenen ins Kreuz schlägt. Experten benutzen für diese Methode den Begriff "Schocktechnik". In allen Fällen ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung im Amt.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, sei ein Imageschaden für die Berliner Polizei zu befürchten, sagte der Sprecher. Das zuletzt aufgetauchte Video könne allerdings "durchaus auch eine rechtmäßige Zwangsanwendung" darstellen.

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