Nach dem Flug von Berlin

Müntefering übersteht Notlandung in Stuttgart

Die Maschine war vom Flughafen Berlin-Tegel aus gestartet - in Stuttgart musste sie notlanden: Das Flugzeug mit 78 Personen an Bord konnte das Fahrwerk nicht mehr ausfahren. An Bord war auch SPD-Chef Franz Münterfering. Der sprach nach der Notlandung von einer "sehr ernsten Situation".

Am Flughafen Stuttgart ist am Montag eine mit 78 Personen besetzte Maschine notgelandet. Nach Angaben eines Sprechers der Fluggesellschaft Contact Air wurde niemand verletzt.

Auch SPD-Chef Franz Müntefering war an Bord und überstand die Notlandung unbeschadet. „Es war eine ernste, sehr ernste Situation. Wir sind lange gekreist, haben den Anflug versucht und mussten dann notlanden“, sagte der 69-Jährige nach der Ankunft auf dem Flughafen. Alle Insassen im Flugzeug hätten sich sehr diszipliniert verhalten. „Unser Dank gilt dem Kapitän, der eine Meisterleistung hingelegt hat, und seiner Crew, die die Situation professionell gehandhabt hat.“ Müntefering wollte in Stuttgart-Feuerbach an einer Wahlkampfkundgebung teilnehmen.

Die Maschine mit dem Kennzeichen D-AFKE musste demnach um 10.49 Uhr mit nur teilweise ausgefahrenem Hauptfahrwerk landen. Trotz mehrfacher Versuche der Cockpitcrew habe sich das Hauptfahrwerk nicht ausfahren lassen, teilte die Fluggesellschaft mit. Der Flug LH 288 war am Montagmorgen um 8.44 Uhr in Berlin-Tegel nach Stuttgart gestartet. An Bord befanden sich 73 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Sie wurden über Notrutschen aus dem Flugzeug gebracht. Die Fluggesellschaft Contact Air ist Partner der Lufthansa.

Die Start- und Landebahn des Flughafens werde voraussichtlich noch bis zum frühen Abend gesperrt sein, hieß es. Passagiere anderer Maschinen müssen sich auf mehrstündige Verspätungen und Flugausfälle einrichten. Sie wurden vom Flughafen aufgefordert, sich an ihre jeweiligen Airlines zu wenden.