Märkisches Viertel

32-Jähriger im Wohnhausflur erstochen

Die Polizei hat einen 27-Jährigen verhaftet, der im Flur eines Hochhauses einen 32 Jahre alten Mann erstochen haben soll. Anwohner hatten zuvor einen lautstarken Streit gehört und die Polizei alarmiert. Hintergrund ist nach Informationen von Morgenpost Online ein Beziehungsstreit.

Bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung in einem Hochhaus im Märkischen Viertel ist in der Nacht zu Montag ein 32 Jahre alter Mann erstochen worden. Der 27 Jahre alte mutmaßliche Täter wurde kurz darauf von alarmierten Polizisten unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Hintergrund der tödlichen Auseinandersetzung ist nach ersten Erkenntnissen eine Beziehungstat. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollte der 27-jährige Türke noch am Montag einem Haftrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden. Die Ermittlungen der 1. Mordkommission dauern noch an.

Die Bluttat in dem 16-geschossigen Wohnblock an der Tiefenseer Straße hatte sich mitten in der Nacht ereignet. Der 32-jährige Mann russischer Staatsbürgerschaft war in Begleitung seiner deutschen Freundin vor einer Wohnung im elften Obergeschoss aufgetaucht. Offenbar wollte er den 27-jährigen früheren Freund der Frau zur Rede stellen, der sich in der Wohnung seiner Eltern und seines jüngeren Bruders aufhielt. „Das spätere Opfer versuchte nach vorliegenden Erkenntnissen, gewaltsam in die Wohnung einzudringen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Es sei zum lautstarken Streit und Beschimpfungen gekommen und in einer Schlägerei gemündet.

Schließlich eskalierte der Streit. Der 27-Jährige stach plötzlich mit einem Messer mehrfach auf den 32-Jährigen ein, der in Oberkörper und Hals getroffen wurde und im Hausflur zusammenbrach. Mehrere Anwohner des Wohnblocks im Märkischen Viertel hatten zu diesem Zeitpunkt wegen des Lärms im Hausflur bereits die Polizei alarmiert.

Als die Beamten eintrafen, war der Etagenflur voller Blut. Die Polizisten nahmen den 27-jährigen Mann unmittelbar danach fest. Noch in der Nacht übernahmen die Ermittler der 1. Mordkommission den Fall und befragten Zeugen. In der Wohnung der Familie K. hielten sich zu diesem Zeitpunkt ein weiterer Mann und zwei Frauen auf. Bis in den späten Vormittag untersuchten Kriminaltechniker den Schauplatz des Verbrechens und sicherten Spuren. Das 32 Jahre alte Opfer sei von einer Vielzahl von Messerstichen getroffen worden, die zum Tode geführt haben. Dies habe laut Staatsanwaltschaft die Obduktion des Leichnams ergeben. Der 27-Jährige hat im Verlauf der Vernehmungen die Tat bereits eingeräumt. Gegen den Mann wurde Haftbefehl wegen Totschlags beantragt.