Hells Angels

Polizei stoppt Rocker mit Großeinsatz in Berlin

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Große Rocker-Kontrolle in Marzahn

Mehr als 40 Mitglieder des Motorradclubs Hells Angels und befreundeter Clubs sind in Marzahn von der Polizei gestoppt worden.

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Mehr als 100 Rocker hat die Berliner Polizei am Abend in Marzahn kontrolliert. Eine Polizei-Hundertschaft und ein Spezialeinsatzkommando waren im Einsatz. Die Rocker wollten in Hohenschönhausen feiern. Drei wurden festgenommen.

Die Berliner Polizei hat am frühen Samstagabend in Marzahn mehr als 100 Rocker aus Berlin, Brandenburg und Sachsen kontrolliert. Zunächst stoppten die Beamten mehrerer Einsatzhundertschaften und eines Spezialeinsatzkommandos rund 40 Rocker und überprüften diese sowie rund 20 weitere, die sich im Umfeld aufhielten. Die Aktion fand an der Kreuzung Marzahner Straße/Rhinstraße statt. Nach Informationen von Morgenpost Online handelte es sich bei den Kontrollierten um Angehörige der "Hells Angels“ und befreundeter Clubs, die auf dem Weg zu einer Feier im Clubhaus in Hohenschönhausen waren. Dort vor dem Haus kontrollierte die Polizei weitere 60 Rocker. Die Beamten nahmen Personalien auf, überprüften Fahrzeuge und nahmen den Rockern Waffen und verbotene Gegenstände ab.

Insgesamt wurden drei Männer wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstand und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr vorübergehend festgenommen. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen und erkennungsdienstlicher Behandlung wurden sie wieder entlassen. Bei der Überprüfung wurden ein Haftbefehl sowie ein Vorführbefehl vollstreckt, teilte die Polizei mit.

Die Rocker, die die Beamten an der Kreuzung stoppten, waren unangemeldet im Tross gefahren und hatten laut Polizei Verkehrsverstöße begangen. Sie waren während ihrer gesamten Fahrt von der Polizei beobachtet worden. Als sie sich in Richtung Hohenschönhausen bewegten, wurden sie gestoppt. Es kam zu Verkehrsbehinderungen. Insgesamt waren 250 Beamte im Einsatz.

Die Berliner Rockerszene steht derzeit unter Dauerbeobachtung durch die Polizei, seit vor drei Wochen in Hohenschönhausen ein ehemaliges Mitglied der „Hells Angels“ auf offener Straße erschossen wurde. Die Polizei vermutet einen direkten Zusammenhang der Tat mit dem seit Jahren schwelenden und zunehmend gewalttätiger ausgetragenen Rivalitäten zwischen den Rockergruppen „Hells Angels“ und „Bandidos“.

Vor wenigen Tagen hatte zudem der brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) den Verein „Chicanos MC Barnim“ in Eberswalde verboten. Das war nach Schönbohms Angaben das erste Verbot einer Rockervereinigung im Land. Schönbohm hatte dazu gesagt, „die Szene wäre gut beraten, dieses Zeichen unserer Entschlossenheit sehr ernst zu nehmen“.

( BMO )