Mercedes-Werk Marienfelde

Daimler investiert in Berlin - Kurzarbeit bleibt

Im Mercedes-Benz-Werk in Marienfelde bleibt es auf unbestimmte Zeit noch bei Kurzarbeit. Doch es gibt einen Lichtblick für die Beschäftigten: Der Konzern setzt offenbar weiter auf den Standort Berlin und will investieren.

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Der Autokonzern Daimler investiert trotz der Kurzarbeit wegen der Wirtschaftsflaute in seinen Standort Berlin. Im Mercedes-Benz-Werk in Marienfelde sind für dieses Jahr Investitionen im hohen zweistelligen Millionenbereich geplant, sagte Werksleiter Thomas Uhr am Rande eines Besuchs des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD). Eine Halle wird derzeit auf die Produktion neuer Komponenten für künftige Motorenbaureihen umgestellt. In den nächsten Wochen sollen dafür weitere Maschinen installiert werden. Wegen der Konjunkturkrise sind rund 2000 der 2700 Werks-Beschäftigten vorerst bis Ende September in Kurzarbeit.

„Sobald mehr Aufträge da sind, werden wir die Mitarbeiter aus der Kurzarbeit holen“, sagte Uhr. Genaue Prognosen über die weitere Entwicklung seien zunächst nicht möglich. Phasen der Kurzarbeit seien teils auch zur Qualifizierung genutzt worden.

Das 1902 gegründete Werk ist nach Unternehmensangaben das älteste des Daimler-Konzerns. Dort werden unter anderem Motoren für die Marken Mercedes und Maybach, Nockenwellen und andere Teile hergestellt. Die Jahresproduktion lag zuletzt bei gut 218.000 Motoren.