Öffentlicher Nahverkehr

Naturkundemuseum bekommt eigenen U-Bahnhof

Berlins öffentliches Nahverkehrsnetz wird immer touristenfreundlicher - zumindest was die Namen der Bahnhöfe betrifft. Nachdem der S-Bahnhof "Unter den Linden" jetzt "Brandenburger Tor" heißt, soll auch die U-Bahnstation "Zinnowitzer Straße" nach der nahe gelegenen Sehenswürdigkeit benannt werden.

Foto: Michael Brunner / Brunner

Das Museum für Naturkunde bekommt seine eigene U-Bahnstation. Der Bahnhof Zinnowitzer Straße an der Linie U6 soll zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember umbenannt werden. Das bestätigten Museumsleitung und BVG. Nach Museumsangaben steht die formale Genehmigung durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zwar noch aus, doch hat die Behörde bereits ihre Zustimmung signalisiert, sofern keine Kosten für das Land und die Verkehrsbetriebe entstehen.

Die Firma Wall stellt die Werbeflächen im Bahnhof zur Verfügung. Die Umgestaltung trägt das Museum selbst. Anders als geplant wird die Station auf Wunsch der BVG allerdings nicht „Museum für Naturkunde“ heißen sondern „Naturkundemuseum“. Grund sei die Kürze des Namens, heißt es seitens der Verkehrsbetriebe. Nicht das einzige Zugeständnis, dass die Museumsmanager in den langwierigen Verhandlungen machen mussten. Erste Gestaltungsideen für den neuen Themenbahnhof – unter anderem war ein Lichtband mit herausragenden Objekten des Hauses geplant – lehnte die Denkmalschutzbehörde ab.

Wie der Bahnhof aussehen nun soll, ist noch Verschlusssache. Noch laufen die Gespräche über die endgültige Gestaltung. Die Umbenennung soll es vor allem Touristen erleichtern, den Weg in das Haus an der Invalidenstraße zu finden.

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