Geplanter Bankraub

GSG-9-Einsatz in Berlin – Italiener sind wieder frei

Die acht Italiener, die im Verdacht stehen, einen Bankraub in Berlin geplant zu haben, sind wieder auf freiem Fuß. Die Hinweise aus Italien reichten nicht aus, um den Haftbefehl aufrechtzuerhalten.

Nach einem Einsatz von GSG 9-Polizisten in Berlin vor knapp zwei Wochen ist die verhaftete Bande jetzt überraschend wieder frei. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Haftbefehle gegen Giovanni Antonio P. (43) Alfio C. (50), Giovanni M. (54), Antonio R. (38), Girolamo C. (71),Maurizio P. (44), Filippo F. (49) und Michele P. (47) wurden am Dienstag aufgehoben und die acht Italiener aus der Untersuchungshaft entlassen.

„Der dringende Tatverdacht der Verabredung zum Verbrechen ließ sich nach eingehenden Ermittlungen nicht erhärten. Der Haftbefehl konnte nicht aufrechterhalten werden“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Tatverdacht beruhte auf einem Hinweis aus Italien, der sich nach genauester Prüfung nicht aufrechterhalten ließ. Trotzdem werde weiter gegen die achtköpfige Bande, die der italienischen Mafia angehören soll, ermittelt.

Es bestehe weiterhin der Verdacht, dass die Männer eine Sparkasse in der Muskauer Straße in Berlin-Kreuzberg überfallen wollten.

Die GSG 9 hatte am 31. Juli eine Wohnung in der Eisenbahnstraße in Kreuzberg gestürmt und die acht Italiener mit Verbindungen zur italienischen Mafia festgenommen. Die Verdächtigen waren seit Wochen von Ermittlern des Bundeskriminalamtes beobachtet worden. Nach Informationen von Morgenpost Online hatten die Fahnder auch beim Abhören von Telefongesprächen Hinweise auf die geplante Tat gesammelt. Die Pläne der Festgenommen waren erst am Dienstag bekannt geworden.