Warenhaus-Insolvenz

Hertie in Moabit ist nun endgültig geschlossen

Jetzt ist es vorbei. Das Hertie-Warenhaus an der Turmstraße in Berlin ist endgültig geschlossen. Um 12.30 Uhr waren die letzten Waren verkauft worden - es bestand kein Grund mehr, das Kaufhaus bis zur Ladenschlusszeit offen zu halten. Nun sitzen die Mitarbeiter noch zusammen und nehmen voneinander - und von ihrem Arbeitsplatz - Abschied.

Foto: dpa / dpa/DPA

Fast 50 Jahre nach seiner Eröffnung hat das Hertie-Kaufhaus im Berliner Stadtteil Moabit am Samstag endgültig seine Türen geschlossen. „Seit 12.30 Uhr ist Schluss“, sagte Betriebsratschef Mario Ratajczak. In den vergangenen Tagen hatte es bei Hertie einen Abverkauf mit bis zu 90 Prozent Rabatt auf fast alle Artikel gegeben. Der Andrang der Schnäppchenjäger war bis bis zum Schluss groß.

„Wir Mitarbeiter setzen uns jetzt noch ein bisschen zusammen“, sagte Ratajczak weiter. In dem Haus an der Turmstraße waren zuletzt rund 50 Menschen beschäftigt. Nur vier von ihnen haben schon einen neuen Job.

Nach der Schließung des Moabiter Hauses gibt es nun noch zwei Hertie-Filialen in Berlin – in Schöneberg und Tegel. Auch sie werden im Lauf der kommenden Woche dichtmachen. Insgesamt verlieren in Berlin wegen der Pleite rund 260 Menschen ihre Arbeit.

Hertie befindet sich seit Mitte 2008 in der Insolvenz. Zunächst waren bundesweit 19 Filialen geschlossen worden. Im Mai dieses Jahres beschloss die Gläubigerversammlung, das Traditionsunternehmen innerhalb von zwei Monaten zu liquidieren und somit auch die übrigen 54 Niederlassungen zu schließen.

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