Zentraler Busbahnhof

Unbedingter Reisewille - Urlauber schieben Bus

Der Tank leckte, die Frontschreibe hatte Risse und anspringen wollte der Reisebus auch nicht. Doch die Reisenden beunruhigte dies wenig. Sie wollten am Sonntag unbedingt mit dem fahruntüchtigen Bus von Berlin nach Dänemark fahren – auch wenn sie schieben mussten. Die Polizei stoppte die Aktion.

Reisende nach Dänemark haben am Sonntagnachmittag vergeblich versucht, ihren Bus auf dem Zentralen Busbahnhof in Charlottenburg anzuschieben. Die Polizei beobachtete sie dabei und zog den Bus eines dänischen Veranstalters aus dem Verkehr, wie ein Pressesprecher sagte. Sicherheitstechniker stellten später zu wenig Profil an den Reifen, einen leckenden Tank, Risse in der Frontscheibe und einen nicht funktionierenden Anlasser fest. Der 53 Jahre alte Fahrer musste eine Kaution hinterlegen. Die 48 Fahrgäste nach Kopenhagen stiegen auf andere Verkehrsmittel um.

Erst am Dienstag hatte die Polizei auf der Avus-Raststätte Charlottenburg einen völlig verrosteten Reisebus aus Litauen sichergestellt. An dem Fahrzeug aus dem Baujahr 1995 war ein Tragwerk durchgerostet und gebrochen sowie ein Stoßdämpfer abgerissen. Der Bus durfte keinen Meter mehr fahren, sondern sollte zu einer TÜV-Station geschleppt werden. Der Fahrer, der an der Raststätte Pause gemacht hatte, hatte zum Zoo weiterfahren wollen, um dort eine Folkloregruppe aus Litauen abzuholen und weiter nach Polen zu fahren.

( dpa/sh )