Polizeieinsatz

Sturm auf Tempelhof kostet Berlin eine Million Euro

Fast eine Million Euro kostete Berlin der Polizeieinsatz gegen den Sturm auf Tempelhof. Rund 1500 Polizisten waren im Juni im Einsatz, um zu verhindern, dass Demonstranten auf das Gelände des früheren Flughafens Tempelhof gelangten. Etwa 2000 Menschen waren dem Aufruf im Internet gefolgt.

Der Großeinsatz der Polizei bei der versuchten Besetzung des früheren Berliner Flughafens Tempelhof im Juni hat knapp eine Million Euro gekostet. Die Kosten für die Berliner Polizei lägen bei etwa 883.500 Euro. Dies geht aus einer Antwort auf eine FDP-Anfrage hervor, die die Senatsverwaltung veröffentlichte. Die Gewerkschaft der Polizei war zuvor von mindestens zwei Millionen Euro Kosten ausgegangen.

Von dem Betrag entfielen 523.000 Euro auf Berliner Beamte, 346.500 Euro auf Unterstützungskräfte des Bundes und der Länder und etwa 14.000 Euro auf Versorgung und Unterbringung. Die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), die das Gelände im Auftrag des Landes Berlin verwaltet, verstärkte ihr Sicherheitspersonal und schätzt die Gesamtkosten auf rund 50.000 Euro.

Die Polizei hatte am 20. Juni verhindert, dass linksalternative und zum Teil gewaltbereite Demonstranten das ehemalige Flughafengelände besetzen. Sie wollten mit der Aktion eine schnelle Öffnung des Areals erzwingen. Der größte Teil der Demonstranten war friedlich, einige Randalierer warfen aber Steine und Flaschen auf Polizisten. Rund 100 Menschen wurden unter anderem wegen Sachbeschädigung festgenommen. 21 Polizisten wurden leicht verletzt. An dem Einsatz waren rund 1500 Beamte beteiligt.