Badewetter

Was Berlins Freibäder jetzt bieten

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Brigitte Schmiemann

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Berlins Bademeister konnten sich über den ersten Superbadetag freuen. Bislang zählten die Bäder deutlich weniger Besucher als im Vorjahr. Doch pünktlich zu Beginn der Ferien herrschen angenehme Wassertemperaturen und die Leute strömten in die Bäder. Das könnte sich aber schnell wieder ändern.

Nicht nur im Strandbad Wannsee haben die Bademeister am Donnerstag nach einer langen Zeit der Flaute aufgeatmet: „Es ist der erste richtige Superbadetag nach vielen Wochen. Fast 4000 Besucher sind da“, freute sich Betriebsleiter Axel Ott. Mit 23 Grad Wassertemperatur bietet der Wannsee ein erfrischendes Vergnügen, ähnlich wie beispielsweise auch der Müggelsee und die Dahme. Auch der Pächter im dortigen Freibad Grünau an der Sportpromenade 15, Jürgen Steddin, hofft, dass es jetzt endlich losgeht: „Schließlich ist unser Sandstrand fertig.“ Freitagabend soll ab 18 Uhr auch die neue Strandbar mit einem Grillfest eröffnet werden. Die Bar wird bis etwa 23 Uhr coole Drinks bieten.

Auch in Berlins Sommerbädern fiel die Saison bislang nicht rosig aus. Die Berliner Bäder Betriebe verzeichneten in den Monaten Mai und Juni nach Auskunft ihres Sprechers Matthias Oloew 550.000 Besucher weniger als im Vorjahr. Ein Grund mehr also, nun mit dem Beginn der Ferien auf bessere Zahlen zu hoffen. An der Wassertemperatur kann es wohl nicht liegen. Sie beträgt in den ungeheizten Bädern 22 bis 23 Grad und in den geheizten wie dem Prinzenbad in Kreuzberg oder dem Olympiastadion-Bad sogar 24 bis 25 Grad.

Mit dem Super-Ferien-Pass für neun Euro, den es auch an den Kassen der Schwimmbäder gibt, können Kinder und Jugendliche einmal pro Tag kostenlos in die Bäder der Bäderbetriebe. In den geöffneten Hallenbädern wie dem Stadtbad Lankwitz, dem Spreewaldbad oder dem Bad an der Seydlitzstraße in Moabit dürfen sie bis 13 Uhr kostenlos schwimmen. Der Ferienpass gilt ein Jahr lang – bis zum Ende der Osterferien 2010.

Die Wasserqualität der Badegewässer ist fast überall hervorragend. Es gibt 39 offizielle Badestellen, deren Qualität alle zwei Wochen kontrolliert wird. Ein Ausflug lohnt sich besonders heute. Thomas Globig vom Wetterdienst Meteomedia sagt bis zu 31 Grad voraus. Es soll ein schwüler, sommerlicher Tag werden – vielleicht der wärmste des bisherigen Sommers. Im Juli rechnet Globig nicht mehr mit einem vergleichbaren Tag über 30 Grad.

Die Gewässer in Berlin und dem Umland bieten angesichts der Schwüle mit 22 bis 23 Grad eine attraktive Abkühlungsgelegenheit. Doch das Vergnügen ist kurz. Schon in der Nacht zu Sonnabend rechnen die Meteorologen mit einem spürbaren Wetterwechsel – teilweise kann es zu heftigen Gewittern kommen. Danach pendeln sich die Temperaturen zwischen 19 und 23 Grad ein. Mit Regenschauern muss immer wieder gerechnet werden.