Urteil

73-jähriger Brandstifter kommt in die Psychiatrie

Im Februar hatte ein Schöneberger die Tür eines Nachbarn zerstört, Benzin in der Wohnung verschüttet und angezündet. Als Motiv gab er an, er habe sich von dem früheren Freund schikaniert gefühlt. Versuchter Mord - so lautete die Anklage. Doch davon wurde der Rentner vom Berliner Landgericht freigesprochen.

Ein 73-jähriger Rentner, der in der Wohnung eines Nachbarn Feuer gelegt hatte, wird dauerhaft in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Vom Vorwurf des versuchten Mordes wurde der wahnkranke Mann am Montag vom Berliner Landgericht freigesprochen. Am Morgen des 28. Februar 2009 hatte der Rentner die Tür des Nachbarn zerstört, Benzin in der Wohnung verschüttet und angezündet, weil er sich von dem früheren Freund schikaniert fühlte.

Der 52-jährige Berliner konnte selbst die Feuerwehr alarmieren. Er rettete sich in ein Sprungtuch, das die Feuerwehrmänner vor dem Haus in der Schöneberger Ebersstraße bereit hielten. Der Brandstifter selbst floh vor dem Feuer auf das Dach und wurde dort festgenommen.

Der Rentner kann auf Grund seiner Schuldunfähigkeit nicht bestraft werden. Der Mann hörte nachts Klopfgeräusche und Frauenstimmen.