Verschwendung

Finanzsenator will Vorwürfe gegen BVG untersuchen

Die Prüfer des Rechnungshofs hatten Ungereimtheiten beim Umzug der BVG-Zentrale moniert. Nun will Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum eine Untersuchung im Aufsichtsrat der Verkehrsbetriebe einleiten, um den Vorwurf der Geldverschwendung zu klären.

Foto: Michael Brunner / Brunner

Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) will Verschwendungsvorwürfen gegen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf den Grund gehen. Der Senator werde bei der nächsten Aufsichtsratssitzung des Landesunternehmens eine unabhängige Prüfung einleiten, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Der Abschlussbericht solle dem Landesparlament vorgelegt werden.

Der Landesrechnungshof hatte den Umzug der BVG in die neue Zentrale in Mitte als Geld-Verschwendung kritisiert. Es bleibe unklar, warum das Unternehmen die drei gläsernen Bürotürme an der S-Bahnstrecke in der Holzmarktstraße ausgewählt habe. Die geplante Mietersparnis werde bei weitem nicht erreicht.

In dem neuen Gebäude der BVG, das für monatlich 250.000 Euro angemietet wurde, sind seit August 2008 rund 1300 Mitarbeiter untergebracht. Zuvor hatte das Unternehmen die ehemalige Zentrale an der Potsdamer Straße verkauft und teilweise zurückgemietet.