Notruf

Berliner Polizei lässt bei der 110 ein Band laufen

Wer Hilfe benötigt, wählt im Ernstfall die 110. Sollten jedoch alle Leitungen belegt sein, hört der Anrufer künftig eine Bandansage. Sie soll ihm signalisieren, dass der Notruf in jedem Fall entgegengenommen und bearbeitet wird. In Kürze gibt es einen Probelauf.

Die Berliner Polizei richtet bei Notrufen eine Bandansage ein. Ziel sei die Optimierung der Entgegennahme von Anrufen, teilte die Behörde am Dienstag mit. Ab dem 15. Juli sollen Anrufer nach drei Rufzeichen folgenden Text hören, wenn ihr Ruf nicht angenommen wird: „Bitte warten! Polizeinotruf Berlin! Zurzeit sind alle Notrufleitungen belegt, bitte legen Sie nicht auf!“ Am kommenden Donnerstag ist in den späten Vormittagsstunden ein Probelauf geplant.

Die Bandansagen, die auch in englischer Sprache geschaltet werden, sollten den Anrufer „in der Leitung halten“ und deutlich machen, dass der Anruf in jedem Fall entgegengenommen und bearbeitet werde, sagte ein Sprecher. Um Wartezeiten für Hilfesuchende zu verkürzen, würden die Polizisten in der Notrufzentrale informiert, sobald ein Anrufer länger als 40 Sekunden warten müsse. Dann verfärbe sich ein Button auf dem Annahmebildschirm von Rot auf Gelb.

Laut Polizei besteht für die Mitarbeiter der Notrufzentrale künftig zudem die Möglichkeit, bei großen Schadensereignissen oder Unwettern spezielle Ansagen zu schalten.