Polizeieinsatz

Mann feuert mit Maschinenpistole auf Nebenbuhler

Gleich zweimal ist in der Nacht zu Sonntag in Berlin auf Menschen geschossen worden. Ein Mann feuerte im Streit auf seinen Kontrahenten und verletzte diesen schwer. Ein anderer sprach Frauen an einer Haltestelle an und griff dann auf einmal zur Luftdruckpistole.

Nach dem tödlichen Schusswechsel an der Kantstraße musste nun erneut ein Berliner Polizist zur Dienstwaffe greifen: Der Beamte gab einen Warnschuss ab, um einen Flüchtenden aufzuhalten. Dieser hatte zuvor mit einer Maschinenpistole auf einen Mann an der Hermannstraße in Neukölln geschossen.

Gegen 5.25 Uhr war es vor einem Café zu einem Streit zwischen zwei 26 und 31 Jahren alten Männern gekommen. Offenbar ging es um eine Frau. Im Verlauf der Auseinandersetzung feuerte der Jüngere auf seinen Kontrahenten und traf diesen ins Bein. Das Opfer wurde ins Krankenhaus gebracht.

Der gebürtige Kroate flüchtete mit einer 27 Jahre alten Frau in einem Taxi, verließ es an der Emser Straße und wollte über einen Hinterhof flüchten, als der Polizist in die Luft schoss. Danach ließ sich der 26-Jährige widerstandslos festnehmen, die Waffe wurde in einem Gebüsch entdeckt. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Bereits zwei Stunden zuvor war die Polizei wegen eines Schusses zum Hardenbergplatz in Charlottenburg gerufen worden. Drei junge Frauen hatten dort an einer Haltestelle auf den Bus gewartet, als ein dunkelbrauner BMW stoppte. Der Beifahrer bot an, die Frauen nach Hause zu fahren. Als diese ablehnten, zückte er eine Luftdruckpistole und schoss zweimal. Eine 20-Jährige wurde am Bein getroffen, eine Scheibe ging zu Bruch. Während das Auto davon raste, wurde das Opfer noch am Ort vom Rettungsdienst behandelt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Waffengesetz übernommen. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

( mb )