Christopher Street Day

CSD-Parade tanzt durch die Berliner City

| Lesedauer: 2 Minuten

Bunt und schrill geht es wieder in der City West zu - in Berlin wird der 32. Christopher Street Day gefeiert! Wir haben die schönsten Bilder und Videos vom CSD für Sie.

Die Parade des 32. Christopher Street Day ist an diesem Sonnabend um 13 Uhr am Kurfürstendamm Ecke Joachimstaler Straße gestartet. Unter dem Motto „Normal ist anders“ rollen 53 bunt geschmückte Wagen durch Charlottenburg, Schöneberg und Tiergarten. Rund eine halbe Million Besucher sind bei der schwul-lesbischen Parade in Berlin mit dabei.

Zuvor hielt der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) eine Gedenkstunde am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen ab. Dabei erinnerte der Verband vor allem an den Paragrafen 175, der in der Hitler-Diktatur die „Unzucht“ zwischen Männern unter Strafe stellte und vor 75 Jahren erneut verschärft wurde.

Wegen der Bauarbeiten an der Siegessäule endet der Umzug nicht wie in den vergangenen Jahren am Großen Stern, sondern am Brandenburger Tor. Zum Start am Kranzler-Eck wollen unter anderem der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Renate Künast, und der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Wegner kommen. Die Route führt in diesem Jahr über Wittenbergplatz und Nollendorfplatz zum Lützowplatz, über Klingelhöferstraße und Hofjägerallee zum Großen Stern und von dort über die Straße des 17. Juni bis zum Brandenburger Tor. Die Abschlusskundgebung wird dann gegen 17 Uhr stattfinden, wo Wowereit auftreten wird.

Die Sperrungen auf dem Kurfürstendamm zwischen Joachimstaler und Uhlandstraße begannen bereits um 9.30 Uhr. Auch die Busse der BVG müssen weiträumig umgeleitet werden. Unter anderem die Linien M29, M19, M41, M46, M85, 100 und 200 werden von 12 Uhr an umgeleitet oder eingestellt.

Schrill und laut wird der Christopher Street jedes Jahr weltweit gefeiert. Die Demonstrationen sollen auf die Diskriminierung und Ausgrenzung Homosexueller hinweisen. Die Tradition geht auf eine Demonstration von Homosexuellen im Jahr 1969 in der New Yorker Christopher Street zurück, mit dem sie sich gegen polizeiliche Willkür und verstärkte Razzien in Homosexuellen-Kneipen wehrten.

( kbe )