Kriminalität

Aufmerksames Berliner Ehepaar vereitelt Bankraub

Einmal zogen zwei Bankräuber unverrichteter Dinge wieder ab, weil sie sich von einem Ehepaar beobachtet fühlten. Doch schon am nächsten Tage kamen sie wieder zu einer Postbankfiliale in Charlottenburg. Dort wurden sie bereits von der Polizei erwartet.

Wegen versuchten Bankraubes sind zwei 27 und 29 Jahre alte Tatverdächtige dem Bereitschaftsrichter zum Erlass von Haftbefehlen vorgeführt worden. Beide sind am Donnerstag kurz vor Ausführung der Tat gegen 9 Uhr von Beamten des Berliner Spezialeinsatzkommandos festgenommen worden.

Am vergangenen Dienstag gegen 9.15 Uhr bemerkte ein Ehepaar in der Nähe der Postbankfiliale an der Rüsternallee Ecke Reichsstraße in Charlottenburg einen silberfarbenen Audi, der entgegengesetzt der Fahrtrichtung einparkte und dessen zwei Insassen auf den Eingang der Postbank zugingen. Auffällig war, dass die Männer schwarz gekleidet waren, Handschuhe trugen und einer der Männer sehr dick war. Möglicherweise fühlten sich die Männer beobachtet und drehten um, stiegen wieder in ihr Fahrzeug und fuhren davon. Die Zeugen notierten das Kennzeichen und informierten die Postfiliale und die Polizei. Beide Kennzeichenschilder, so die ersten polizeilichen Ermittlungen, waren kurz zuvor in einem Parkhaus an der Uhlandstraße von einem Pkw entwendet worden.

Ab Mittwoch wurde die Postbankfiliale dann von Kräften des Spezialeinsatzkommandos beobachtet, da davon auszugehen war, dass die Täter es erneut versuchen würden. Gegen 9 Uhr tauchte dann tatsächlich ein silberfarbener Audi A 8 auf, an dem die bereits bekannten Kennzeichenschilder montiert waren.

Noch bevor die beiden Fahrzeuginsassen aussteigen konnten, griffen Polizisten zu. Polizei. Die Festgenommenen waren mit Masken, einer Schreckschusspistole, einem großen Küchenmesser und einer kleinen schwarzen Reisetasche ausgerüstet.

Das Auto gehörte der Lebensgefährtin des 29-Jährigen. Gegen den wegen Raubes mehrfach vorbestraften Mann, der nach einem Ausgang am 20. Mai nicht in die Haft zurückgekehrt war, bestand ein Haftbefehl zur Verbüßung einer Restfreiheitsstrafe von 163 Tagen. Ob beide noch für andere Raubtaten in Betracht kommen wird geprüft. sei