Hintergrund

Kleines Döner-Lexikon

Der Döner

Was die Deutschen gemeinhin mit Döner bezeichnen, heißt eigentlich Döner Kebab, türkischer Begriff für sich drehendes Grillfleisch. Das Gericht besteht aus mariniertem Fleisch, das zum Grillen schichtweise auf einen drehbaren Spieß gesteckt und schließlich in dünnen Scheiben abgeschnitten wird. Ursprünglich wurde Hammel- oder Lammfleisch verwendet, hierzulande gibt es Döner oft auch aus Rindfleisch, Pute oder Huhn. In der Türkei wird der Döner meist ohne grünen Salat, Tomaten und Gurken verkauft. In Deutschland gibt es das Fleisch in Imbissbuden meist mit gemischtem Salat und verschiedenen Soßen im Fladenbrot. Manche bieten es auch als Hauptgericht mit Beilage wie Reis oder in gerollter Form an, den Dürüm Döner.

Geschichte

In der Türkei hat das Grillfleisch am Drehspieß eine Tradition, die vermutlich bis ins 19.Jahrhundert zurückgeht. In Istanbul bieten Gastronomen den Döner Kebab seit den 1940er-Jahren an, wohl seit den 1960er-Jahren auch in kleinen Imbissbuden auf der Straße.

Es ist strittig, wer die erste Dönerbude in Deutschland eröffnet hat; wahrscheinlich ging der erste Döner Anfang der 1970er-Jahre in Berlin über den Ladentisch.

Unappetitlich

Als „Gammelfleischskandale“ wurden hierzulande mehrere Verstöße gegen das Lebensmittelrecht durch Hersteller oder Anbieter von Dönerfleisch bekannt. Bei Stichproben stellten die amtlichen Prüfer etwa fest, dass minderwertiges oder nicht mehr zum Verzehr geeignetes Fleisch verwendet worden war. Immer wieder wurde in diesem Zusammenhang auch der Preiskampf unter den Döner-Verkäufern kritisiert.

Verkaufshit

Döner Kebab ist in Deutschland eines der beliebtesten Fast Foods. Es soll landesweit mehr als 15.000 Dönerbuden geben, täglich werden etwa 200 bis 300 Tonnen Dönerfleisch produziert.