Neue Linie U 55

Berliner haben freie Fahrt auf der Kanzler-Linie

Im August ist es soweit, dann rollen die Züge der neuen U 55 zwischen Hauptbahnhof und Brandenburger Tor. Für einen Tag dürfen Berliner und ihre Gäste umsonst auf der Strecke fahren und die drei neuen Stationen begutachten.

Zur Eröffnung der Berliner „Kanzler-U-Bahn“ am 8. August haben Berliner und Touristen freie Fahrt. Von 11.00 Uhr an rollen die Züge der U-Bahn-Linie U 55 zwischen Hauptbahnhof und Brandenburger Tor, wie ein BVG-Sprecher ankündigte.

Neugierige können sich dann auch erstmals die neuen Stationen Hauptbahnhof, Bundestag und Brandenburger Tor ansehen. Die U-Bahnen fahren auf der kurzen, 320 Millionen Euro teuren Strecke im Shuttle-Betrieb. Erste große Bewährungsprobe ist die Leichtathletik-WM vom 15. bis 23. August.

Noch ist die U 55 eine „Stummel-Linie“ ohne Verbindung zum übrigen U-Bahn-Netz. Fahrgäste können am Brandenburger Tor aber in die S- Bahn-Station Unter den Linden wechseln.

Die Verlängerung der U 55 zum Alexanderplatz samt Anschluss an die U 5 soll erst 2017 fertig sein. Dafür sind 433 Millionen Euro veranschlagt. Den Löwenanteil der Baukosten trägt der Bund.

Die Eröffnung der U 55 ist mehrfach um Jahre verschoben worden. Nach einem Berliner Baustopp aus Geldmangel hatte der Bund 2002 den Weiterbau der Strecke erzwungen. Geplante Fahrten zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 scheiterten dann aber unter anderem an Grundwassereinbrüchen beim Bau der Station Brandenburger Tor.