Brandstiftungen und Parolen

Autonome starten ihre "Aktionswochen"

Zerkratzte Autos, Brandstiftungen und politische Parolen an den Hauswänden von Ver.di und der Arbeitsagentur: Linke Gruppen haben ihre Ankündigung wahr gemacht und ihre „Autonomen Aktionswochen" gestartet. Die Polizei vermutet diesen Zusammenhang von mehreren Taten an diesem Wochenende.

Zahlreiche zerkratzte Autos, brennende Fahrzeuge und Schmierereien haben am Wochenende die Berliner Polizei beschäftigt. Am Sonnabend wurde die Scheibe einer Sparkassenfiliale in der Warschauer Straße in Friedrichshain beschädigt. An dem Geldautomaten entdeckte ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Schmierereien. In allen Fällen geht die Polizei von einem politischen Hintergrund aus, der Staatsschutz ermittelt. Die Vorfälle stehen offenbar im Zusammenhang mit den „Autonomen Aktionswochen“, die derzeit in Berlin laufen, wie ein Sprecher sagte.

Unbekannte steckten erneut zwei Autos in Brand. Gegen 7 Uhr bemerkten Anwohner am Kiehlufer Feuer an einem dort abgestellten Wagen. Am Sonnabend brannte außerdem gegen 21 Uhr in der Händelstraße ein Fahrzeug mit französischem Kennzeichen. Verletzt wurde niemand. Damit setzt sich die seit Monaten anhaltende Serie von Brandanschlägen auf meist hochwertige Autos fort.

Am Sonnabend erteilte die Bereitschaftspolizei Platzverweise gegen 40 Menschen, die sich auf einem umzäunten Gelände in der Rigaer Straße in Friedrichshain aufhielten und dort zelten wollten. Sie hatten Transparente sowie Tische, Bänke, Lebensmittel und Kochutensilien bei sich. Der Einsatz verlief laut Polizei aber ruhig.

Mit politischen Parolen wurden die Gebäude der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di im Bona-Peiser-Weg in Mitte und der Bundesagentur für Arbeit in der Tempelhofer Wolframstraße beschmiert. Schließlich entdeckte eine Polizeistreife in der Liegnitzer Straße in Kreuzberg am späten Sonnabend Sprünge in den gläsernen Haustüren eines Gebäudes mit Loftwohnungen.