Randale

Jetzt sind die Brandstifter auch in Wilmersdorf unterwegs

Bisher wurden Brandanschläge auf Autos in Berlin vor allem in Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte verübt. Doch nun traf es ein Nobelauto in Wilmersdorf. Und es gab weitere Randale. Unter anderm bewarfen Maskierte einen Verkaufspavillon mit faulen Eiern und Farbbeuteln.

Erneut ist in Berlin ein Auto aus vermutlich politischen Gründen angezündet worden. Zeugen hatten den brennenden Wagen einer Nobelmarke am frühen Montagmorgen in der Ludwigkirchstraße in Wilmersdorf entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, das Auto wurde aber erheblich beschädigt. Verletzt wurde niemand. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

In der Nacht zu Sonnabend und in der Nacht zu Sonntag war bereits je ein Auto in Berlin in Flammen aufgegangen. Auch in diesen Fällen ist von Brandstiftung auszugehen. Außerdem gab es einen Farbanschlag auf das Amtsgericht Lichtenberg, und Steine und Flaschen flogen auf ein Gebäude auf dem Mediaspree-Areal in Friedrichshain. Möglicherweise stehen die Aktionen im Zusammenhang mit von Linksautonomen im Internet propagierten „Aktionswochen“.

In diesem Zusammenhang könnte auch eine Aktion am Sonntaganachmittag stehen, als mehrere Personen einen Verkaufspavillon für Eigentumswohnungen in Mitte beschmutzten. Gegen 15.30 Uhr erschienen die Maskierten an dem Informationsstand an der Kreuzung Bernauer Ecke Schwedter Straße und warfen faule sowie Farbeier gegen die Fensterscheiben. Als sie flüchteten, gelang es Mitarbeitern zwei Täter kurzzeitig festzuhalten und zu demaskieren. Die etwa 30 Jahre alte Frau sowie ihr schätzungsweise gleichaltriger Komplize konnten sich jedoch losreißen und vor dem Eintreffen der Polizei flüchten. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat auch in diesem die Ermittlungen übernommen, da von einer politisch motivierten Tat auszugehen ist.

Schließlich brannte aus bislang unbekannter Ursache brannte Montagfrüh ein Baugerüst in Kreuzberg. Anwohner bemerkten gegen 1.45 Uhr die Flammen in der Fichtestraße und alarmierten die Feuerwehr, die den Brand löschte. Das Gerüst gehört zu einer Baustelle so genannter Loftwohnungen. Verletzt wurde niemand. Während des Einsatzes war die Fichtestraße zwischen Hasenheide und Urbanstraße für rund zwei Stunden gesperrt. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt prüft nun, ob es sich bei der Ursache des Feuers um einen technischen Defekt oder Brandstiftung handelt.