Massenschlägerei

Gäste und Türsteher prügeln sich in Nobeldisko

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Schlägerei in der Nobel-Diskothek „Felix" an der Behrenstraße in Mitte. Eine Breakdance-Gruppe wollte sich mit aller Gewalt Platz auf der überfüllten Tanzfläche verschaffen. Doch erst kamen die Türsteher und dann der Notarzt.

Es war die zweite Veranstaltung in der neuen Partyreihe „Neon“ im Felix. Der Abend verlief ohne Zwischenfälle, bis sich angetrunkene Breakdancer von den feiernden Gästen bedrängt fühlten. „Einer der Tänzer ging auf den Verantwortlichen an diesem Abend, Martin Schiemenz, los und schrie ihn an, er solle doch endlich für Platz auf der Tanzfläche sorgen“, sagt der Veranstalter. Ein Türsteher wurde aufmerksam, wollte den aufgebrachten Breakdancer beruhigen, um die Situation zu klären. „Unsere Türsteher sind sehr zurückhaltend und diskret, sie greifen nur im äußersten Notfall ein. Schließlich sollen sich die Gäste nicht belästigt fühlen“, sagte Tina Schürmann, Sprecherin vom Felix. Doch zu einer ruhigen Klärung kam es nicht. Der wütende Tänzer schlug dem Türsteher mit der Faust ins Gesicht. Die anderen Breakdancer wollten sich einmischen, aber den Türstehern gelang es, die Angetrunkenen von der Tanzfläche zu drängen, um die anderen Partygäste nicht zu gefährden.

Doch die Situation eskalierte. Es kam zu einer Massenschlägerei: Sieben Breakdancer, darunter die Brüder Khalid (22), Mohamad (23) und Fares Ch. (25) und drei Türsteher prügelten sich noch vor der Diskothek. „Das war die schlimmste Schlägerei in der Geschichte des Felix“, sagt ein Polizist. Um 3.56 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehr ein. Die Situation schien selbst für die Retter so gefährlich, dass die Besatzung von Rettungs- und Notarztwagen zu ihrer eigenen Sicherheit von einem Löschfahrzeug begleitet wurden. Eine Frau wurde durch Reizgas verletzt, ein Türsteher brach sich die Hand. Mohamad war am schwersten verletzt, er erlitt ein Schädelhirntrauma. Seine Brüder hatten nur leichte Verletzungen, waren aber stark alkoholisiert. Sie stützten Mohamad und wollten sich mit ihm aus dem Staub machen. Aber sie liefen der Polizei in die Arme.

Alle drei kamen ins Krankenhaus, der schwer verletzte Mohamad auf die Intensivstation der Charité. Eine Narkose musste eingeleitet werden, um den Druck in seinem Hirn zu senken. Türsteher und Breakdancer zeigten sich gegenseitig wegen gefährlicher Körperverletzung an.

( mb/mtt )