Berliner Zoo

Auch Wowereit will, dass Eisbär Knut bleibt

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Fast 31.000 Unterschriften haben die Knut-Fans gesammelt, damit ihr Liebling in Berlin bleibt. Die Listen haben sie nun dem Regierenden Bürgermeister übergeben. Und auch Klaus Wowereit scheint vor dem Charme des Star-Eisbären zu kapitulieren: Geht es nach ihm, soll Knut ein Berliner bleiben.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat sich zuversichtlich gezeigt, dass Eisbär Knut der Hauptstadt erhalten bleibt. „Auf jeden Fall gehen wir davon aus, dass Knut in der Stadt bleibt“, sagte Wowereit am Freitag bei der Übergabe von 30.840 Unterschriften einer Knut-Initiative im Rathaus.

Er sei „optimistisch“, dass es eine außergerichtliche Einigung der beiden streitenden Zoos von Berlin und Neumünster geben werde. „Ich habe keinen Zweifel, dass der Zoo alles tun wird, dass er hier bleibt.“ Noch am Vormittag habe er mit Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz über das Thema gesprochen.

Wowereit versicherte der Initiative „Knut forever in Berlin“, die zwölf Ordner mit den 30.000 Unterschriften zeigten nur einen Ausschnitt der Knut-Fans in der Stadt. Fast alle Berliner würden hinter ihrem Wunsch stehen. Allerdings werde das Land kein Geld zuschießen, um Neumünster zufriedenzustellen. Das sei Sache der beiden eigenständigen Zoos.

Zu der Frage, ob Knut künftig statt im Zoo im Berliner Tierpark leben solle, wollte Wowereit sich nicht äußern. Das müsse entschieden werden, wenn Knut geschlechtsreif sei und es um die Frage der Eisbären-Zucht gehe.

Die Initiatorin der Initiative, Doris Webb, beteuerte: „Knut muss hier bleiben, weil er eine Handaufzucht ist. Knut ist deshalb nicht wie andere Tiere.“ Das sei eine Symbiose zwischen Mensch und Tier, die Knut „einzigartig“ gemacht habe.

Am 19. Mai hatte das Landgericht Berlin einen Vergleich vorgeschlagen. Das Gericht empfahl eine Zahlung von rund 700.000 Euro für die Knut-Besitzrechte. Der Berliner Zoo will maximal 350.000 Euro bezahlen. Der Zoo Neumünster, dem Knut eigentlich gehört, verlangte zuletzt mindestens 500.000 Euro von den geschätzten sechs Millionen Euro, die der Berliner Zoo mit Knut verdiente. Bis zum 13. Juli sollen beide Zoos sich einigen, sonst gibt es am 1. September eine Gerichtsentscheidung. dpa/mim