Berliner Schauspieler

Matthias Schweighöfer will mehr gute Kinderfilme

Kaum ist man Vater – da verändert sich auch schon die Perspektive. Der Berliner Schauspieler Matthias Schweighöfer hat mit seiner Freundin Ani seit gut drei Wochen ein Baby. Und schon fällt dem 28-Jährigen eine Marktlücke auf, die es zu schließen gilt: Es gäbe zu wenig gute Kinderfilme, meint Schweighöfer.

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Seit kurzem erst ist er Vater – und schon will Matthias Schweighöfer (28) einen Kinderfilm machen. In einer Tempelhofer Klinik hatte Lebensgefährtin Ani vor knapp drei Wochen Töchterchen Greta zur Welt gebracht. „Wenn man Vater wird, guckt man ja besonders darauf, was für Kinder in der Unterhaltungsindustrie geboten wird“, sagte nun Schweighöfer, der wegen Dreharbeiten mit seiner Familie vorübergehend in Frankfurt am Main wohnt.

„Es gibt zu wenig gute Kinderfilme. Ich habe eine Firma und wir lesen gerade sehr viele Bücher, um zu gucken, welche Rechte man kaufen könnte“. Als Beispiele für gute Kinderfilme nannte Schweighöfer („Der Rote Baron“, „Operation Walküre“) Erich-Kästner-Verfilmungen und Detlev Bucks Verfilmung von Cornelia Funkes Roman „Hände weg von Mississippi“. Die filmische Umsetzung von Funkes „Tintenherz“ habe ihm dagegen überhaupt nicht gefallen.

Schweighöfer wohnt in Berlin in Mitte. In Frankfurt steht er für einen „Tatort“ des Hessischen Rundfunks mit dem Titel „Weil sie böse sind“ vor der Kamera (Regie: Florian Schwarz, voraussichtlicher Sendetermin Februar 2010). „In Frankfurt erkennt einen keiner. Das ist lustig“, sagte Schweighöfer. „In Berlin ist das ganz anders. In Berlin gehe ich immer etwas geduckter, weil die Leute auch gucken. Ich glaube, die Frankfurter hängen wahnsinnig viel am Telefon.“ Schweighöfer sagte, er genieße die Zeit: „Ich kann einen Film drehen, habe meine Familie und einen meiner allerbesten Freunde hier“ – Milan Peschel.

„Milan hat mir gesagt, dass er dreht, und dass der Florian Schwarz es sich wünsche, dass ich mitspiele. Und dann habe ich das Buch gelesen und fand es super.“ Erzählt wird die Geschichte einer Reihe mysteriöser Morde im Umfeld zweier Familien. „Tatort“-Fan ist Schweighöfer nicht. „Ich gucke nie ‚Tatort“. Das liegt aber auch daran, dass ich ganz wenig Fernsehen schaue. Ich gehe lieber ins Kino oder schaue eine DVD oder lese. Es gibt zu wenig gute Sachen im Fernsehen“.

Noch bis 5. Juni wird in Frankfurt und Umgebung gedreht. Schweighöfer fliegt zwischendurch zurück nach Berlin, um mit Til Schweiger die Fortsetzung von „Keinohrhasen“ zu drehen. Für „Zweiohrküken“ stehen in Berlin, Potsdam und an der Ostsee im polnischen Leba auch Nora Tschirner, Heiner Lauterbach und Thomas Heinze vor der Kamera.