Nahverkehr

S-Bahn will Wartungsstau mit mehr Technikern auflösen

Thomas Fülling

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Die Berliner S-Bahn kommt zurzeit mit der Wartung ihrer Züge nicht hinterher. Trotz der versprochenen Qualitätsoffensive müssen Fahrgäste deshalb wieder mit Platzmangel oder Zugausfällen rechnen. Nun will die S-Bahn das Problem lösen - mit mehr Technikern.

Mit dem Einsatz von zusätzlichem Werkstatt-Personal will die Berliner S-Bahn Engpässe in der Wartung ihrer Fahrzeuge beseitigen. „Wir arbeiten derzeit an einem entsprechenden Konzept“, sagte S-Bahn-Geschäftsführer Tobias Heinemann Morgenpost Online. Erst in der Vorwoche hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg von der S-Bahn mehr Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit gefordert.

S-Bahn-intern werden die vielen zusätzlichen Kontroll- und Wartungseinsätze als eine Ursache von Betriebsproblemen angesehen. So müssen etwa die Achsen von Zügen der Baureihe 481 bereits nach 60.000 statt nach 120.000 Kilometern auf mögliche Schäden geprüft werden. Sie sind aus einem ähnlichen Stahl gefertigt wie die Achse eines in Köln entgleisten ICE-Zuges. Obwohl bisher keine Risse entdeckt wurden, soll das verkürzte Prüfintervall beibehalten werden.

Ungeachtet der Probleme freut sich die S-Bahn über eine stetig steigende Zahl von Stammfahrgästen. Seit Jahresbeginn habe das Unternehmen mehr als 20000 neue Nutzer von Monats- und Jahreskarten gewinnen können. Gestern begrüßte S-Bahn-Chef Heinemann die 150000. Abonnentin. Das neue Seniorenticket „Abo 65plus“ habe maßgeblich zum Abo-Zuwachs beigetragen, heißt es.