Bauprojekt

Spandauer-Damm-Brücke noch 2010 wieder frei

Die Bauarbeiten an der Spandauer-Damm-Brücke schreiten schneller voran als geplant. Bereits vor Weihnachten 2010 könnte der 36 Millionen Euro teure Neubau für den Fahrzeugverkehr geöffnet werden. Autofahrer können sich außerdem noch über eine weitere gute Nachricht freuen.

Foto: picture alliance / ZB / dpa-Zentralbild

Eine der größten Staufallen der Stadt wird früher als geplant verschwinden. Der Neubau der Spandauer-Damm-Brücke liegt mehrere Wochen vor dem Zeitplan, wie Projektleiter Rolf Schumann gestern bestätigte. Für die Autofahrer in der westlichen Innenstadt heißt das: Schreiten die Arbeiten an dem 36-Millionen-Euro-Projekt weiter planmäßig voran, könnte der Verkehr schon vor Weihnachten wieder über die Brücke rollen. Ursprünglich sollte das Bauwerk erst im ersten Quartal 2011 für den Verkehr freigegeben werden.

Lediglich kleinere Arbeiten ohne Beeinträchtigungen für Autofahrer müssten nach derzeitigen Planungen bis Mitte März noch erledigt werden, sagte Schumann. Dazu zählt unter anderem die Montage von Verkehrsschilderbrücken über der Autobahn. Im Mai 2008 hatten die Arbeiten begonnen. Mehrfach mussten seitdem unter anderem die Autobahn A 100 und der westliche S-Bahn-Ring gesperrt werden. Im Juli 2009 wurde die nördliche Hälfte der neuen Brücke fertiggestellt. Bis Ende dieses Jahres soll nun die Südhälfte folgen.

Und die frühere Freigabe ist nicht die einzige gute Nachricht für Autofahrer: Vollsperrungen von Autobahn, Spandauer Damm, S- und Fernbahn wie zuletzt am vergangenen Wochenende sind bis zum Ende der Arbeiten nicht mehr nötig. Nur noch einmal – im Sommer dieses Jahres – muss der Spandauer Damm für zwei bis drei Tage autofrei bleiben. Dann wird die Verbindung zwischen den beiden Brückenhälften betoniert. Während der Beton aushärtet, darf es nach Angaben des Projektleiters keine Erschütterungen geben. Geplant ist, diese Arbeiten möglichst in der verkehrsarmen Zeit in den Berliner Sommerferien zu erledigen.

Die mehr als 46 Jahre alte Spandauer-Damm-Brücke überspannt auf etwa 115 Meter Länge die Autobahn A 100 und die Gleise der Fern- und S-Bahn. Täglich wird sie von bis zu 50.000 Autos passiert. Sie musste abgerissen und neu gebaut werden, weil Tausalz und Feuchtigkeit über die Jahre die Konstruktion aus Spannbeton angefressen hatten.

Ursprünglich war geplant, das marode Bauwerk zu sanieren. Doch Untersuchungen ergaben, dass dies nicht mehr möglich war. Die Kosten für Abriss und Neubau tragen zum größten Teil der Bund und die Europäische Union.