Menschenkette

Berliner demonstrieren gegen Atomkraft

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Tausende Demonstranten haben am Sonnabend in Berlin-Mitte gegen verlängerte Laufzeiten von Atomkraftwerken protestiert. Zu der Aktion hatten Umweltverbände und Parteien aufgerufen. Am 24. April soll dann eine Menschenkette die Atomanlagen Krümmel und Brunsbüttel verbinden.

Mehrere Tausend Menschen haben am Sonnabend in Berlin einen zügigen Atom-Ausstieg gefordert. Die Demonstranten versammelten sich vor der Zentrale des Energiekonzerns Vattenfall in der Chausséestraße in Berlin-Mitte und fassten sich an den Händen. Eine Menschenkette sollte bis zum 1,2 Kilometer entfernten Büro des Stromversorgers RWE führen.

Die Aktion gilt als Vorbereitung für eine 120 Kilometer lange Menschenkette am 24. April zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein.

Zum Protest hatten Umweltverbände und Parteien aufgerufen. Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) und der stellvertretende SPD-Chef Olaf Scholz mischten sich unter die Demonstranten.

In mehr als 50 Orten sollten laut Veranstalter bundesweit ähnliche Menschenketten entstehen. Die Demonstranten kritisieren die Pläne der schwarz-gelben Bundesregierung, die Laufzeiten von Kernkraftwerken zu verlängern. In Berlin trugen die Demonstranten Transparente und Plakate mit Parolen wie „Atomkraft? Nein danke!“

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber, teilte am Sonnabend mit: „Die Menschenketten gegen Atomkraft in Berlin und anderswo zeigen, dass die Verlängerung der Laufzeiten von der Mehrheit der Bevölkerung nicht gewollt wird.“

Mit der Menschenkette in Norddeutschland will das Anti-Atom- Bündnis die Bundesregierung auffordern, den beschlossenen Atomausstieg nicht aufzukündigen.